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Kosmopolitische Weltfamilie

Kosmopolitische Weltfamilie


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KOSMOPOLITISCHE WELTFAMILIE  
(EINGANG und HAUPTPRINZIP)
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Das Grundprinzip der Familie, wie auch im Falle von Staat und Wirtschaft, ist das Intersubjektive, also die Betrachtung des Anderen als Zweck und nicht nur als Mittel, entsprechend dem zweiten kategorischen Imperativ Kants.

„Handle so, daß du die Menschheit sowohl in deiner Person, als in der Person eines jeden anderen jederzeit zugleich als Zweck, niemals bloß als Mittel brauchst.“ 

(Grundlegung zur Metaphysik der Sitten, 1785, in: I. Kant, Akademie Ausgabe, Berlin 1900 ff., Bd. IV, S. 429).

Diese Anerkennung der Anderen als Zweck an sich selbst ist die ’Freundschaft’ (ohne Absicht der Fortpflanzung) und in ihrer am weitesten entwickelten Form ’Liebe’ (mit Absicht der Fortpflanzung). Es gibt selbstverständlich mehrere Stadien dazwischen, diese sind aber die zwei Hauptformen der familiären zwischenmenschlichen Anerkennung.

Im Vergleich zu der Freundschaft setzt die Liebe im vollen Sinne des Wortes die gemeinsame Entscheidung voraus, andere Menschen zu gebären, also andere künftige Eltern hervorzubringen. Auf diese Weise ermöglicht die Liebe, verstanden genau als eine solche Entscheidung der Zeugung, das Überleben der Menschheit und ist daher wesentlich für das Leben selbst. Sie ist auf keinen Fall eine zufällige Lebenserscheinung.

Es gibt eine Zwischenstufe zwischen Freundschaft und wahrer, authentischer Liebe; das ist die Leidenschaft, die romantische Liebe. Diese besteht in dem Wunsch nach dem Besitz des anderen Individuums, das als Quelle allen möglichen subjektiven Glücks gesehen wird. Die Leidenschaft ist ein wesentliches Element der wahren Liebe als ihr Anfang, ihre Entstehung. Liebe kann nur aus Leidenschaft geboren werden, aber es wird keineswegs gesagt, dass eine Leidenschaft zur Liebe wird, d.h. zu einer bewussten Entscheidung, andere künftige Eltern, andere Menschen hervorzubringen. Ein Mensch kann sicherlich mehrere Leidenschaften in seinem Leben haben, aber sehr wenige oder oft nur eine einzige wahre Liebe, d.h. nur eine oder sehr wenige seiner Leidenschaften führen zu einer gemeinsamen Entscheidung, Kinder zu gebären und damit eine Familie zu gründen.

Die Familie, wie sie von der Natur, zu der wir Menschen gehören, gewollt ist, beruht auf der Verschiedenheit der Geschlechter und deshalb wird die Familie von einem Mann und einer Frau gebildet. Das Verständnis, warum die Natur festgelegt hat, dass genau Mann und Frau in der Lage sind, Kinder auf die Welt zu bringen, liegt jenseits unserer kognitiven Möglichkeiten. Natürlich kann der Mensch durch Wissenschaft und Technik in den Lauf der Natur eingreifen, immer unter Beachtung ihrer Ordnungsprinzipien, und z.B. einen Mann in eine Frau verwandeln oder umgekehrt, sodass eine homosexuelle Liebe befähigt wird, Kinder zu gebären. 

Das Wesentliche bei jeder Intervention am Paar, um die Fortpflanzung bei offensichtlichen Hindernissen, welcher Art diese auch sein mögen, zu ermöglichen, ist immer, dass dem ungeborenen Kind das absolute Recht garantiert wird, seine Eltern zu kennen und sie gegebenenfalls aufspüren zu können. Dies müsste ein unveräußerliches Recht des Neugeborenen sein.
KOSMOPOLITISCHE WELTFAMILIE - ZIMMER und INTERPRETATIONEN
Wer ein Zimmer zum Thema ’Weltfamilie’ vorschlagen möchte, nimmt bitte per E-Mail Kontakt mit uns auf.

 

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