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Russisch-Ukrainischer Krieg

Russisch-Ukrainischer Krieg

 

Krieg in der Ukraine: Eingang und Grundidee

Dieser letzte Abschnitt unserer philosophischen Plattform ist traditionell dem neuesten Problem gewidmet, das die Menschheit bedrückt. Im Moment ist es eindeutig der Krieg in der Ukraine, obwohl die Umweltfrage eigentlich Vorrang haben sollte. Doch die Lage in der Ukraine ist so ernst, dass auch die Umweltfrage derzeit in den Hintergrund gerät. 

Zu Beginn des Krieges oder der militärischen Sonderoperation, wie Präsident Putin sie nannte, sagten und schrieben nur wenige Intellektuelle, dass es sich in Wirklichkeit um einen Zusammenstoß zwischen dem in der NATO zusammengeschlossenen westlichen Block und der Russischen Föderation vor Ort in der Ukraine handelt. Es ist nicht unsere Aufgabe, uns hier in dieser Einleitung zu den Ursachen des Krieges zu äußern, aber wir wollen nur klarstellen, dass es sich um einen viel umfassenderen Konflikt handelt als den lokalen zwischen der Russischen Föderation und einem ihrer Nachbarstaaten, nämlich der Ukraine.

Aus der extremen Schwierigkeit, sowohl den Konflikt selbst zu vermeiden, was natürlich weitaus besser gewesen wäre, als auch zumindest einen Waffenstillstand zu erreichen, geht wiederum klar hervor, dass es keine supranationale Instanz gibt, die in der Lage wäre, zu vermitteln und so den Konflikt auf nicht kriegerische Weise zu lösen.  Eine solche Instanz wäre auch vorhanden, könnte und sollte die UNO oder in zweiter Linie die Europäische Union sein, da die Kriegsoperationen ohnehin auf europäischem Boden stattfinden. Leider war keine der beiden supranationalen Institutionen in der Lage, diese wichtige Vermittlungsfunktion zu erfüllen.  Die UNO war dazu nicht in der Lage, weil sie von Haus aus schwach ist, vor allem wegen des Vetorechts einiger Staaten, die daher jede Initiative blockieren, wenn sie selbst betroffen sind, während die Europäische Union dazu nicht in der Lage war, weil sie sich von Anfang an auf die Seite einer der beiden Fronten, nämlich des Westens und der USA, zur Verteidigung der Ukraine gestellt hat und damit ohne jede Debatte im Europäischen Parlament auf ihre von verschiedenen Intellektuellen geforderte Vermittlungsfunktion verzichtet hat.

Wie die Pandemie hat also auch dieser Krieg eine globale Dimension angenommen, die ebenfalls sehr ernste Risiken für das Wohlergehen und die Gesundheit der Bürger sowohl in Europa, d. h. in den Nachbarländern, als auch in fernen Ländern (man denke an das Problem der Getreideexporte und damit des Hungers in einigen bereits armen Ländern) mit sich bringt.  Im ersten Fall könnten die Nachbarländer der Gefahr einer radioaktiven Verseuchung ausgesetzt sein, wenn ein Kernkraftwerk versehentlich oder sogar absichtlich explodiert (ohne jetzt an den Einsatz von Atomwaffen denken zu wollen, der natürlich eine neue und äußerst gefährliche Situation für die gesamte Menschheit schaffen würde).  Aber auch Länder, die weit von den Kriegsgebieten entfernt sind, wie z.B. afrikanische Länder, sind aufgrund der schweren Wirtschaftskrise, die durch die Schwierigkeiten bei der Ausfuhr von ukrainischem und russischem Weizen sowie anderen für die Nahrungsmittelproduktion notwendigen Produkten (z.B. Düngemittel) verursacht wird, von den Ereignissen betroffen.  Hinzu kommen die äußerst schwerwiegenden Folgen, insbesondere für europäische Unternehmen und Bürger, die durch die Sanktionen gegen Russland verursacht werden, die sich gerade auf die Länder, die sie verhängt haben, negativ auswirken. Die Gas- und Energiekrise im Allgemeinen ist eine sehr schwerwiegende Folge, die angesichts des globalen Netzes, das die Volkswirtschaften der ganzen Welt miteinander verbindet, sicherlich nicht nur europäische Unternehmen betreffen wird, sondern Unternehmen in der ganzen Welt.

Aus dem soeben Gesagten ergibt sich also die absolute Notwendigkeit einer effektiv funktionierenden Behörde, d.h. nicht wie die UNO, die in der Tat nicht einsatzfähig ist, wenn ein wirklicher Bedarf besteht, und die in der Lage ist, als wirklich unabhängige und überparteiliche Behörde diese lokalen Konflikte zu bewältigen, die in der globalisierten Welt mittlerweile nie nur lokal, sondern immer global sind.

Angesichts der Komplexität der Situation hielten wir es für sinnvoll, im großen Meer des Internets einen Raum zu schaffen, in dem wir eine Reihe bedeutender Beiträge verschiedener Wissenschaftler zu den aktuellen Kriegsereignissen bündeln und damit leicht auffindbar und konsultierbar machen können, die den Leser zu einer korrekten Interpretation der Ereignisse aus historischer und philosophischer, also wissenschaftlicher Sicht anleiten können.

Dieser Bereich enthält so genannte "Räume", in denen Wissenschaftler Artikel und Beiträge zu diesem Thema veröffentlichen können. Wir hoffen, auf diese Weise einen kleinen Beitrag dazu zu leisten, dass die Vernunft über niedere Interessen und Leidenschaften siegt, wie es leider immer wieder bei kriegerischen Ereignissen der Fall ist. 

Es sind Beiträge von italienischen Forschern bisher veröffentlicht, bald werden wir aber auch Beträge von deutschen Forschern veröffentlichen. 

Seit Januar 2023 haben wir auch eine Facebook-Gruppe, in der wir über diese Themen diskutieren. Der Name der Gruppe ist: DIE GEGENWART VERSTEHEN: PHILOSOPHIE, GESCHICHTE UND POLITIK FÜR ALLE, klicken Sie einfach auf, um sich zu verbinden. Die Gruppe ist zurzeit ebenso nur auf Italienisch, es wird eine Gruppe in deutscher Sprache folgen.

Krieg in der Ukraine: Räume und Interpretationen 

Wer möchte einen Beitrag zum Thema "Krieg in der Ukraine" hier veröffentlichen, soll sich an uns über das Kontaktformular wenden.

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