MENU
Il Significato Originario e Autentico della Filosofia della Religione di Hegel

Il Significato Originario e Autentico della Filosofia della Religione di Hegel


*

Der neue europäische Mensch der Zukunft
als historisch-philosophische Aufhebung
des südeuropäischen und nordeuropäischen
Menschen der Vergangenheit

(Entstehung, Entwicklung und Aktualität von Hegels
erster Religionsphilosophie in der Jenaer Zeit)

*

(Videoaufnahme des Referats von Malin Mennrich über dieses Thema hier)

INHALTSVERZEICHNIS

 

Einleitung 4

KAPITEL 1: Hegels erste Auffassung der absoluten Sittlichkeit 

KAPITEL 2: Die erste systematische Darstellung der absoluten Sittlichkeit 

KAPITEL 3: Die im System der Sittlichkeit fehlende Begründung der Absolutheit der Sittlichkeit: Hegels erste Religionsphilosophie 

Fazit 

Bibliographie 

EINLEITUNG

Im Jahre 1969 sprach sich die Parlamentarische Versammlung für die "Europäisierung" der Universitäten aus, so dass zwei Jahre später das Europäische Hochschulinstitut in Florenz gegründet wurde. 1976 wurde dann das erste EG-"Aktionsprogramm im Bildungsbereich" verabschiedet. Die daraus entstehenden gemeinschaftlichen Kooperationen sollten die nationalen Hochschulsysteme weitesgehend unterstützen. Dabei sollte nicht die nationale Zuständigkeit für die Gestaltung des Bildungswesens verringert werden. Ähnlich sollte das Programm für Erasmus später aussehen. Nach einigen Jahren und Entwicklungen von unterschiedlichen Hochschulprogrammen, wurde im Januar 1986 ein neues Aktionsprogramm namens Erasmus, zur Förderung der studentischen Mobilität der Kommission vorgelegt. Hinter dem Wort “Erasmus” steht die Bedeutung: "EuRopean Community Action Scheme for the Mobility of University Students". Schließlich einigte man sich nach langen Verhandlungen zwischen Kommission und Mitgliedstaaten über die finanzielle Ausstattung.[1]

Doch wie kam es zu einem Bruch innerhalb Europas überhaupt? Im 16. Jahrhundert machten Teile der katholischen Kirche bereits erste reformatorische Bestrebungen.  Zu einem Bruch kommt es jedoch erst mit der protestantischen Reformation. Ein neues Verständnis des Christentums, der Protestantismus, hat seinen Ursprung in Deutschland und verbreitet sich in ganz Europa. Die bekanntesten Reformatoren ihrer Zeit waren Martin Luther und Jean Calvin. Sie übersetzten die Bibel, sowohl inhaltlich als auch sprachlich, sodass, jeder Laie sie verstehen konnte. Es lässt sich also die philosophische These aufstellen, dass die Teilung Europas durch die Religion (Spaltung des europäischen Christentums in Protestantismus und Katholizismus) die Grundlage für die Spaltung Europas in zwei verschiedenen Mentalitäten war. Gleichzeitig ist durch das Zerfallen der Religion eine neue Mentalität entstanden, eine neue philosophische Vision, die die europäische Jugend verbindet und die Grundlage für den europäischen Staat der Zukunft bilden könnte. Die Problematik trotz einer gemeinsamen Union von Europa liegt jedoch immer noch in den unterschiedlichen Werten der einzelnen Nationen.

Hegels frühes religionsphilosophisches Manuskript, das von Karl Rosenkranz überliefert wurde[2] und dem Johannes Hoffmeister den Titel Fortsetzung des Systems der Sittlichkeit[3] vergab, behandelt Werte, wonach sich Völker unterscheiden. Hingegen behandelt es keine Unterschiede aufgrund von biologischer Herkunft oder anderen Merkmalen. Diese behandelten Werte hängen von der jeweiligen Religion bzw. Philosophie ab. Die Philosophie prägt uns erst und nur bei einigen Völkern seit der Aufklärung, die Religion hingegen seit tausenden Jahren und bei allen Völkern. Hegels Religionsphilosophie versucht die Entwicklung der Religion zu verstehen und dadurch Logik in die Unterschiede zwischen den Werten/Mentalitäten zu bringen, sie als Grundlage der Kulturen zu verstehen. Sie sieht die Religion als die Grundlage der verschiedenen Kulturen. Kann Hegels Auffassung der Religion helfen, diese Problematik zu beleuchten?

Die Grundzüge dieser neuen philosophischen Vision lassen sich darstellen, woraus ihre große Bedeutung für den neuen europäischen Menschen der Zukunft als historisch-philosophische Aufhebung des südeuropäischen und nordeuropäischen Menschen der Vergangenheit, deutlich werden könnte.

Die Wichtigkeit der Religion liegt in der Begründung der Ethik. Hegels Bedürfnis, die Entwicklung der Religion zu verstehen, entstand aus seinem Bedürfnis, die absolute Sittlichkeit zu begründen. Zum Zweck dieser Begründung untersuchte Hegel in Jena[4] die Entwicklung der Religion, um zu verstehen, ob es nur relative und historische Religionen gibt oder die Entwicklung der Religionen zu einer absoluten Religion führen kann, die imstande sei, die absolute Sittlichkeit zu begründen.

Man kann diesen Sachgehalt auf folgende Weise schematisch darstellen:

Tätigkeit des Geistes: Religion

Logische Funktion

Tätigkeit des Geistes

Sittlichkeit (Ethik)

Relative, historische Religionen

begründen

relative, historische Sittlichkeiten.

Die absolute, philosophische Religion

begründet

die absolute, philosophische Sittlichkeit.

KAPITEL 1

Hegels erste Auffassung der absoluten Sittlichkeit

(Quelle: Über die wissenschaftlichen Behandlungsarten des Naturrechts, seine Stelle in der praktischen Philosophie und sein Verhältnis zu den positiven Rechtswissenschaften, 1802)[5]

Einleitung

Das Naturrecht bilde bei Hegel sein eigenes Sachgebiet, welches sich trotzdem in die Konzeption seines Systems der Philosophie integrieren ließe. [6]

„Im Fall der Empirie hat sich eine verkehrte Anschauung verfestigt, und im Fall der formalen Naturrechtsauffassung haben Abstraktionen – so nennt Hegel die beiden Seiten der Anschauung und des Begriffs – unauflöslich ihre feste Position eingenommen.“[7]

Das Naturrecht bilde den praktischen Teil der praktischen Philosophie.

„Das bedeutet: der ‚absolute Geist‘, die Rückkehr des erscheinenden Geistes zu sich als Idee der Kunst, Religion und Philosophie, wird hier im Kontext des praktischen Teils der Praktischen Philosophie, d.h. des Naturrechts behandelt.“[8]

Hegel beabsichtige in seinem Naturrechtsaufsatz nicht den Inhalt der Philosophie völlig neu zu entwickeln, sondern greife auf das bereits Vorhandene zurück. Es ginge ihm vor allem darum die Situation wissenschaftlicher Prinzipien und Kriterien inhaltlich zu strukturieren und abzuleiten.

„Die Philosophie als absolute Wissenschaft folgt den Kriterien der reinen absoluten Idee, d.i. die Indifferenz zwischen Subjekt und Objekt sowie der Reflexion der Idee innerhalb der Wissenschaft als Methode der Systemgenerierung.“[9]

1.1 Philosophie als absolute Wissenschaft (GW 4, S. 417)

Das Naturrecht gilt den anderen Wissenschaften, wie der Physik und Mechanik, gleichgestellt. Trotzdem liegt ihr die Philosophie inne,

„…aber sie hat mit den anderen das gemeinschaftliche Schicksal gehabt, daß das Philosophische der Philosophie allein in die Metaphysik verlegt und ihnen wenig Anteil daran vergönnt [war], sondern daß sie, in ihrem besonderen Prinzip, ganz unabhängig von der Idee gehalten wurden. (sic!)“[10]

So gibt es die wahren Wissenschaften und welche, die Erfahrungen genannt werden. Diese sind empirisch und daher fehle es ihnen an Realität. Ohne sind sie mit keinen wahren Wissenschaften gleich zu stellen.[11] Die Philosophie ist hingegen eine wahre Wissenschaft. Ebenso sind alle Wissenschaften, welche aus der Philosophie entstanden, fähig eine eigene Wissenschaft zu bilden und eine Notwendigkeit vorzuweisen. Die Idee der Notwendigkeit bleibt frei, denn es liegt in ihr sich zu reflektieren und zu hinterfragen. Das Ziel ist das absolute Leben und die Form der Idee zu erkennen. So ist die Philosophie die absolute Wissenschaft und alle unter ihr, Wege, um zu ihr zu gelangen.[12]

„...so ist jede unmittelbar damit auch ein selbständiges und vollendetes Bild und kann in der Gestalt eines Bildes von einer Anschauung, welche rein und glücklich sich der Verunreinigung mit fixen Begriffen enthält, aufgenommen und dargestellt werden. (sic!)“[13]

Demnach ist also jede einzelne Wissenschaft unter der Philosophie in sich vollkommen und in der Lage absolut zu werden.[14]

1.2 Die Vollendung der Wissenschaft (GW 4,  S. 418-419)

Die Vollendung einer Wissenschaft zur absoluten setzt die Vereinigung der Anschauung und dem Logischen.[15] Das bedeutet, dass der Zusammenhang und die Notwendigkeit dieser erkannt werden müssen. Dies ist so wichtig, da die Grenzen der Wissenschaften erfasst werden müssen. Durch diese Grenzen lässt sich das Prinzip nach seiner Bestimmtheit in der Natur der Wissenschaften erkennen. Diese Grenzen lassen sich nur empirisch überschreiten, aber niemals real.[16]

So sei den alten Wissenschaften bisher viel zu viel Bedeutung zu gesprochen wurden. Die kritische Philosophie hingegen, auch transzendentaler Idealismus genannt, ist absolut und unendlich in ihrem Sein.[17]

Die Philosophie trägt das Negative und das Positive in sich. Durch ihre Gegensätze scheint sie unendlich zu sein. Sie setzt sich zusammen aus bloßer Neugierde zu einem Thema, als auch der Erkenntnis ihrer Notwendigkeit und dem Bestreben nach der absoluten Idee.[18] Die Aufgabe der Philosophie liegt ebenfalls darin „den empirischen Zustand der Welt sich in dem ideellen Spiegel der Wissenschaft reflektieren zu sehen.“[19]

So zeigt die Philosophie den empirischen Zusammenhang aller Dinge und den Zustand aller anderen Wissenschaften auf. Diese anderen Wissenschaften können zwar auch den Zustand der Welt beschreiben, aber nicht das Naturrecht. Dieses beinhaltet das Sittliche und das Bewegende. Die Philosophie schafft es, eins mit sich zu sein und gleichzeitig trägt sie die Form der Allgemeinheit, das Absolute, in sich.[20]

Der Unterschied zwischen den Wissenschaften liegt darin, ob sie absolut sind oder außerhalb dieser absoluten Einheit stehen. Aus den bisherigen Erkenntnissen schließend, können sie jedoch gar keine Wissenschaft sein, da es sich um keine unvollständige Einheit oder einen Begriff der Verhältnisse handelt. Sie sind leere Abstraktionen ohne Bezug zur Realität.[21]

1.3 Die abstrakte Einheit und die absolute Vielheit (GW 4, S. 420-429)

Die Priorität der ersten Art der wissenschaftlichen Behandlung des Naturrechts liegt in dem Absondern und Fixieren von Bestimmtheiten, welche negiert werden müssen.[22] Aus der Vielheit von Verhältnissen, in welchen empirische Anschauungen den Begriffseinheiten gegenübergesetzt werden, lässt sich das absolute Sein der Bestimmtheit und sein Inhalt bestimmen. Formale Einheiten werden festgesetzt. Durch ihre klare Bestimmung des Inhaltes wird das Denken ersetzt. Das löst eine scheinbare Notwendigkeit der Wissenschaften aus.[23] Aber da diese Notwendigkeit kein Ganzes ist, sondern nur ein Teil des Ganzen, handelt es sich bloß um eine formale Form von Bestimmtheiten durch welche Gesetze und Grundsätze geschaffen werden.[24]

Alle nicht-absoluten Verpflichtungen, welche die mit den empirischen Wissenschaften eingehen, beinhalten die Idee der Vernunft und verfolgen das Ziel der absoluten Einheit. Jedoch ist es nicht möglich, dass die empirischen Wissenschaften eben diese komplexen Zusammenhänge zwischen Vielheiten und Einheiten, wie die Philosophie, zu erkennen mag.[25]

„(…) die leitende Bestimmung kann hierinn nichts anders seyn, als daß so viel darinn sey, als man für die Darstellung dessen, was in der Wirklichkeit gefunden wird, braucht; das richtende Princip für jenes apriorische ist das aposteriorische. Was in der Vorstellung des Rechtszustandes geltend gemacht werden soll, dafür hat man nur, um seinen Zusammenhang mit dem Ursprünglichen und Nothwendigen und also es selbst als nothwendig darzuthun, zu diesem Behuf eine eigene Qualität, oder Vermögen in das Chaos zu verlegen: nach der Weise der vom Empirischen ausgehenden Wissenschaften überhaupt, zur sogenannten Erklärung der Wirklichkeit Hypothesen zu machen, in welchen diese Wirklichkeit in derselben Bestimmtheit nur in ganz formell-ideeller Gestalt als Kraft, Materie, Vermögen gesetzt, eins also aus dem andern auch sehr leicht begreiflich und erklärlich ist. (sic!)“[26]

Die Bestimmung liegt also in der Wirklichkeit der Welt und des Lebens. Die Kunst liegt darin, diese Bestimmung zu beherrschen und dadurch Ordnung in das zuvor ungeordnete Leben zu bringen.

Das rein Formelle schwebt als scheinbar Ganzes über dem Reichtum der Vielheit. Es durchdringt nicht die Maße der Individuen und noch setzt oberflächliche Verhältnisse Beziehungen zueinander. Dieses Prinzip schließt die absolute Einheit des Einen und Vielen miteinander aus. Diese Einheit ist abstrakt. Die Vielheit hingegen ist absolut.[27] Es geht darum das Prinzip der Entgegensetzung beider Seiten zu begreifen. Sowohl die abstrakte Einheit und die absolute Vielheit sind von Wichtigkeit um Zusammenhänge zu begreifen und das Geschehen in der Welt zu verstehen. Begreift man beide Seiten, so kommt man hin zur absoluten Totalität. Die Idee der absoluten Sittlichkeit enthält sowohl den Naturzustand, also die Philosophie, als auch die Majestät, die Empirie. Am Ende sind beide identisch miteinander. Letztere ist ebenfalls ein Teil der absolut sittlichen Natur und es kommt zu keinem Verlust der Freiheit.[28]

Verständlicherweise fordert die Empirie, dass die Philosophie sich ebenfalls an bereits gewonnen Erfahrungen, Ergebnissen oder Daten orientieren müsse. Das „um die Ecke denken“ und die Kunst in der Philosophie ist für sie nicht nachvollziehbar. Aus Sicht der Empirie verfolgt die Philosophie also eine trübe Anschauung der Tatsachen und Fakten.[29]  Dabei besitzt die Philosophie ihre eigenen Konfusionen, an welchen sie ihre Werte misst, zum Beispiel: Sittlichkeit, Moralität, Legalität usw.. Es ist also nachvollziehbar, dass die Philosophie und die Metaphysik in ihrer Theorie der Praxis widersprechen und nicht anzuwenden sind wie empirische Wissenschaften, denn in ihr wohnt „nichts Absolutes, keine Realität und Wahrheit“. Die Empirie zeigt daher eine Undankbarkeit, sowie Zweifel gegen über der Philosophie, denn sie bietet Bestimmtheit dieser Inhalte in einer Verwicklung und Verbundenheit mit anderen Bestimmtheiten. Jene sind im Wesen ein Ganzes. Die Philosophie würde sie jedoch zerstückeln und abstrahieren um jene Einzelheiten zur Absolutheit zu verwirklichen.[30] Dieses Bild des Streites ist von Notwendigkeit, wenn es um das relative Recht der Empirie geht. Die Anschauung ist das in ihr Herrschende. In ihrem Bewusstsein jedoch liegt Mangel und Einseitigkeit.[31]

1.4 Entgegensetzen zweier Realitäten (GW 4, S. 430-441)

Die Seite der Unendlichkeit verfolgt das Prinzip der dem Empirischen sich entgegensetzenden Apriorität, sprich dem empirischen Meinen und der Vermischung des Vielfachen mit dem Einfachen.[32]  Die Natur liegt in der Unendlichkeit und Mannigfaltigkeit. Sie verfolgt das Prinzip der Bewegung und Veränderung in der Welt. Das bedeutet, dass das Wesen der Natur in dem Gegensatz besteht, zum Beispiel trägt sie sowohl das absolute Unendliche als auch das absolute Endliche in sich. Es verschwindet jede Realität in seinem Gegenteil. So verschwindet das mannigfaltige Sein oder auch die Endlichkeit in der Unendlichkeit als Negation der Vielheit und als positive reine Einheit. Der Begriff der Absolutheit wird konstituiert zum Begriff der Vernunft.[33]

Die Aufgabe der praktischen Vernunft liegt in der formellen Idee der Identität des Idealen und des Realen, sowie diese auch zu erkennen. Die sittliche Vernunft lässt sich als das Absolute in der Form der Einheit bestimmen. Selbst in Form einer gesetzten Bestimmtheit scheint diese unmittelbare Bestimmung von einer Selbstverständlichkeit mit einem Gegensatz gesetzt zu sein.[34]

So ist der Gegensatz der relativen Identität die Notwendigkeit. Es ist von höchster Wichtigkeit, dass eine Differenz vorhanden ist in diesem gegensätzlichen Verhältnis. Das Zweifache Verhältnis bestimmt beide Seiten der Notwendigkeit, sowie das Absolute in seiner Erscheinung. Es fällt zu einem auf die Vielheit und wiederum auf die Einheit des Differenten, welcher in diesem Falle zur Indifferenz wird.[35] Das Wesen der praktischen Vernunft ist die absolute Kausalität. Diese ist frei und negativ in ihrer Notwendigkeit. Diese Freiheit entsteht aber nicht aus der Differenz heraus, sondern die relative Identität wird zum Wesen aller Dinge und das Absolute alleine bestimmt die Negativität. Das Absolute ist ebenfalls unendlich.[36]

Die Empirie fasst die sittliche Natur als relative Identität auf. Die erscheinenden Vielheiten der Verhältnisse, wie zum Beispiel Neigung oder Begehren, ergeben keinen Sinn bei der Vorstellung einer Vernunft als reine Einheit.[37] Die Vernunft ist eine absolute Einheit als absolute Vernunft.  Aber auch die Sittlichkeit ist etwas Absolutes. Das empirische Bewusstsein ist nur deshalb empirisch, weil Momente des Absoluten in ihm zerstreut sind. Die Sittlichkeit ist deshalb notwendig, um diese zu ordnen.[38]

„Von der dargestellten Entgegensetzung, dem Fixieren derselben als einer Realität und ihrer unvollständigen Verknüpfung als einer relativen Identität ist es, daß die neuere Bestimmung des Begriffs des Naturrechts und seines Verhältnisses in der ganzen Wissenschaft des Sittlichen abhängt, und wir müssen das bis her allgemein Auseinandergesetzte in dieser näheren Beziehung betrachten, wie die einmal gesetzte unüberwindliche Trennung in der Wissenschaft des Naturrechts auf ihre eigentümliche Art erscheint. (sic!)“[39]

Eben dieses Entgegensetzen zweier Realitäten, also zwei absoluten Gegenteilen, macht es möglich, Verhältnisse zu verstehen und miteinander zu verknüpfen. Deswegen sind auch die Wissenschaften miteinander verbunden und können ohne einander nicht lange existieren. Sowohl die Philosophie nimmt immer wieder Bezug auf die empirischen Wissenschaften, als auch umgekehrt. Die empirischen Wissenschaften brauchen die Sittlichkeit um das Allgemeine zu begreifen. Es geht darum, die Beziehungen zueinander zu begreifen. Nur dann ist es möglich, das Absolute zu erlangen.

1.5 Die Philosophie als Grenze aller und ihrer selbst (GW 4, S. 477-488)

Die formalen Wissenschaften haben ihre einzelnen Systeme festgesetzt und isoliert, was im ersten Moment von ihren Prinzipien zeugt. Jedoch erkennen sie ihre eigenen Grenzen nicht und sehen sich selber als etwas Absolutes und Vollkommenes. Ihr Übergreifen über andere Wissenschaften verhindert tatsächlich die Philosophie und ihre Ethik. Sie greift über die anderen Wissenschaften über und nimmt ihren Einfluss, aber gleichzeitig setzt sie sich auch selbst ihre Grenzen.[40]

„Ebenso stellt sich in der Realität dieses Einschränken und Ideellsetzen der Potenzen als die Geschichte der sittlichen Totalität dar, in welcher sie in der Zeit, fest in ihrem absoluten Gleichgewicht sowohl zwischen den Entgegengesetzten auf und nieder.“[41]

Jedoch werden die Werte und das Staatsrecht eines Volkes sich immer wieder neu entwickeln im Laufe der zeitlichen Geschichte. Diese verändern sich durch Revolutionen und Umdenken im Volk. Doch am Ende sehnt dieses sich immer wieder nach Grenzen und einer wegweisenden Richtung.[42] Dieser Rahmen ist notwendig, um seinen Inhalt sinnvoll zu gestalten.

Das Volk ist das Besondere „und dieses, was als Besonderheit von der Reflexion angesehen werden kann, ist nicht ein Positives noch Entgegengesetztes gegen das lebendige Individuum, das dadurch mit der Zufälligkeit und Notwendigkeit zusammenhängt, aber lebendig; diese Seite ist seine unorganische Natur, aber in der Gestalt und Individualität sich an-organisiert.“[43] Der Formalismus zerreißt nun diese Anschauung des Besonderen und Allgemeinen. Wenn jedoch das Formale, das Besondere als etwas Positives betrachten würde, dann ist alles Lebendige die Identität des Besonderen und Allgemeinen, eben auch die Sittlichkeit.[44]  Diese Sittlichkeit ist nicht nur notwendig für ein funktionierendes und ethisches System, sondern gleichzeitig mehr als dieses. Sie ist für ein absolutes Selbstgefühl verantwortlich, unser weltliches Selbstbewusstsein.[45] Darüber steht die Idee der Totalität. Diese Idee ist in jedem System möglich.[46]

„Von dieser Individualität des Ganzen aus und dem bestimmten Charakter eines Volks ist denn auch das ganze System, in das sich die absolute Totalität organisiert, zu erkennen; es ist zu erkennen, wie alle Teile der Verfassung und der Gesetzgebung, alle Bestimmungen der sittlichen Verhältnisse schlechthin durch das Ganze bestimmt sind und ein Gebäude bilden, in welchem keine Verbindung und keine Zierde für sich a priori vorhanden gewesen, sondern jede durch das Ganze geworden und ihm untertänig ist.(sic!)“[47]

Das Mittel dorthin ist weder der Verstand noch die Wahrheit[48], denn

„(…) durch welche Innerste Unwahrheit des Ganzen dann auch erfolgt, daß in der Wissenschaft der Philosophie überhaupt, in der Sittlichkeit, ebenso der Religion wenig Wahres mehr sein kann, – unmittelbar damit bestimmt und befestigt sich die Auflösung und setzt sich in einem System des Negativen, gibt sich somit den formellen Schein wie von Erkenntnis so von Gesetzen, deren inneres Wesen das Nichts ist. (sic!)“[49]

Denn wozu die Religion nicht mehr in der Lage ist, an diese Stelle tritt die Philosophie.

Die Philosophie der Sittlichkeit begreift diese Notwendigkeit. Sie erkennt die Zusammenhänge des Inhalts und seine Bestimmung. So ist die Aufgabe der Philosophie dem Volk sichtbar zu machen, dass jeder individuelle Geist, und auch der des Volks als Kollektiv, sich selbst objektiv als vollkommenes und absolutes anschauen muss, um sein Schicksal zu erkennen und objektiv sich damit auseinander zu setzen.[50]

KAPITEL 2:Die erste systematische Darstellung der absoluten Sittlichkeit(Hauptquelle: System der Sittlichkeit, 1802-03)

2.1 Besonderheit und Allgemeinheit (GW 5, S. 323-325)

Bei der Totalität der Besonderheit handelt es sich um zwei Begriffe in einem zusammengefasst. Sowohl die Besonderheit als solche und die Allgemeinheit als abstrakte Einheit. Gemeinsam sind sie alle als Naturpotenzen vereint. Das Begreifen und Betrachten des Individuums und der Natur sind als Differenz notwendig. Es handelt sich hierbei um eine Negativität.[51] Die absolute Natur ist weder Geistesgestalt noch Sittlichkeit, sprich weder Familie noch untergeordnete Potenzen. Beide, sowohl der Naturbegriff als auch die Sittlichkeit müssen absolut vollkommen sein.[52]

Das Wesen selbst ist ein vollkommenes in sich Objektivsein und Anschauen des Individuums im Fremden. Ebenso handelt es sich um die Aufhebung der natürlichen Bestimmtheit und Gestaltung. Die Indifferenz ist der Selbstgenuss, denn der eigene Komfort bzw. Genuss hat keine Priorität.[53] Vorrangig ist dabei eine stetige, intelligente und empirische Anschauung der Welt. Geist und Leib spiegeln sich in einander wieder wie z.B. Mann und Frau.[54]

Die Sittlichkeit wird durch das lebendige Individuum erfasst. Das absolute Bewusstsein steht in der Differenz zum empirischen Bewusstsein. Bei der Unterscheidung handelt es sich durchaus um etwas Oberflächliches und Ideales. Das Subjektivsein ist mit dem reinen Nichts gleichzusetzen. Die Sittlichkeit ist mit dem Individuum verankert. Sein Tun und Sein handelt nach dem allgemeinen absoluten Geist. Dabei handelt es sich um das Allgemeine.[55]

Die Philosophie sagt: Alle Dinge seien mit Gott gleichzusetzen. Demnach gäbe es keine Einzelheit. Dies ist relevant für das empirische Bewusstsein und dessen Realisierung. Die Natur und ihr Inneres bestimmen dabei die absolute Identität.[56]

2.2 Die Idee der Sittlichkeit (GW 5, S. 325-327)

Betrachtet man die Idee hinter der Sittlichkeit, so wird deutlich, dass ihre Besonderheit im Volk selber liegt. Die Identität dieser Anschauung entsteht im Volk und auch dieses ist in der Lage diese zu erkennen. Die Beziehungen der Individuen unter- und zueinander, also die verschiedenen Differenzen, bestimmen den Rahmen der Sittlichkeit, dessen Inhalt die Individuen gestalten. Das bedeutet nicht, dass der Inhalt gut oder böse sein muss. Die Mehrheit entscheidet, was relevant ist. Das Volk ist die Indifferenz in diesem System, welche die natürliche Differenz vernichtet. Wenn das Individuum sich dann selbst betrachtet, kann es zur höchsten Subjektobjektivität gelangen, welches dem absoluten empirischen Bewusstsein entspricht. Die Idee selbst und die Realität führen zur idealen Weltbetrachtung.[57]

Die Wirklichkeit ist ein Geteiltsein, bestehend aus dem Entgegengesetzten. Die Sittlichkeit benötigt eben diese Differenz für das empirische Bewusstsein, um das Verhältnis zwischen Objekt und Subjekt zu erkennen. Die Anschauungen sind im Einzelsein und den Empfindungen verankert. Das Ewige hingegen ist von allem Subjektiven befreit und sein Inhalt absolut. Diese Totalität muss nach ihrer Idee betrachtet werden.[58]

2.3 Die Staatsverfassung (GW 5, S. 326-327)

Das Volk ist die organische Totalität, deren absolute Indifferenz aller Bestimmtheiten des Praktischen und Sittlichen ist. Es handelt sich dabei um reale Momente und nicht um Abstraktionen.[59]

2.4 Die Sittlichkeit als System (GW 5, S. 327-330)

Der Begriff der Sittlichkeit vernichtet Subjektives im Objektiven. Das bedeutet, dass das absolute Aufgenommensein des Besonderen im Allgemeinen wieder zu finden ist.[60] 

Zu einem steht dabei die Anschauung des Allgemeinen im Fokus. Dieses ist logisch zu betrachten und so wird verständlich, dass beim Einsetzen desselben, sich dasselbe immer aufheben würde. So ergibt Positiv und Positiv gleich Negativ und umgekehrt Negativ und Negativ gleich Positiv.[61] Des Weiteren ist es die Sittlichkeit selbst, deren Teil jedes einzelne Individuum ist. Dort ist daher auch immer ein absolutes Allgemeines wiederzufinden. Dieses erfüllt immer einen objektiven Zweck. Es ist in der Lage zu subsumieren, sprich: Es bleibt in der äußeren Form der Subjektivität, um die Sittlichkeit des Einzelnen zu betrachten.[62] Daher ist die Sittlichkeit die Indifferenz aller Tugenden, das absolute Leben der Gesellschaft und die absolute Anschauung. Durch die Bewegung der Sittlichkeit laufen alle Tugenden durch, aber fixieren tut sich keine. Die Differenzen heben sich gegenseitig auf.[63]

2.5 Die drei Formen der realen absoluten Totalität der Sittlichkeit

(GW 5, S. 330-334)

Das Bewusstsein handelt nach Moralitäten, deren Zweck auf das Produkt hört.[64] Die Relative Sittlichkeit bezieht sich auf Verhältnisse und deren Bestimmtheit, also die Rechtschaffenheit.[65] Die Ganzheit und Notwendigkeit liegt in dem Zutrauen in Identität des Ersten und der Differenz des Zweiten.[66] Diese drei Formen der realen absoluten Totalität der Sittlichkeit müssen real sein. Jede Potenz muss nach seinem Selbstgenuss, also seiner Selbstverwirklichung, streben. Die physische Natur gestaltet diese Potenzen.[67]

Die Potenzen der Sittlichkeit sind Stände. Hierbei handelt es sich also um den Stand der absolut freien Sittlichkeit.[68]

2.6 Der absolute Stand (GW 5, S. 334-335)

Die Idee des absoluten Standes ist absolut. Sie besteht aus der Idee selbst und dem Realsein. Beide sind eins. Es geht alleine darum seine Art und sein Verhalten zu betrachten.[69]

2.7 Der Stand der Rechtschaffenheit (GW 5, S. 336-338)

Der Stand der Rechtschaffenheit liegt in den Bedürfnissen und der Auseinandersetzung mit denen. Das ideale Gedachte hat sein Festsein um der Differenz wegen. Die Realität wurde nicht durch die Natur, sondern durch das Volk geschaffen.[70] Zum Beispiel scheint die einem Staat gegebene Macht real, als ob sie bereits geschehen würde. Die Gerechtigkeit, welche geschaffen werden soll, setzt sich aus der empirischen Erscheinung des Besitzes und der Beziehung zur Sache des Individuums zusammen. [71]

2.8 Der Stand der rohen Sittlichkeit (GW 5, S. 338)

Der Stand der rohen Sittlichkeit, wird von Hegel auch als Bauernstand bezeichnet. Seine Sittlichkeit ist das Zutrauen in Identität des Ersten und der Differenz des Zweiten. Die Verhältnisse und Einwirkungen spielen eine tragende Rolle.[72]

2.9 Die Regierung (GW 5, S. 339-340)

Bei der Regierung handelt es sich um eine absolute Bewegung, welche sich aus der Differenz des Organischen und Unorganischen handelt.[73] Das Allgemeine ist dem Besonderen überlegen. Die Regierung ist mit ihrer Potenz dem Besonderen überlegen. Es handelt sich bei ihr um eine Konstitution.[74]

„Eine wahrhaft sittliche Totalität muß in diese Trennung gegangen seyn, und der Begriff der Regierung sich als Weisheit der Verfassung darstellen; so daß die Form und das Bewußtseiyn ebenso reell ist, als das absolute, in der Form von Identität und Natur ist; die Totalität ist nur eine Einheit des Wesens und der Form, deren keines fehlen kann. (sic!)“[75]

2.10 Die absolute Regierung (GW 5, S. 340-346)

Die absolute Regierung ist der erste Stand. Sie ist die absolute Potenz für die übrigen Stände. Sie trägt die Realität der absoluten Sittlichkeit und den realen Geist des Besonderen in sich. Die Differenz des zweiten Standes und die Rohheit im Bewusstsein des dritten Standes liegen in ihrer Potenz.[76]

Deren geistige und physische Individualisierung setzen sich in das Verhältnis zwischen organischer und anorganischer Notwendigkeit, sowie die Beschränkung und Vernichtung letzterer. Diese Grenze der vernichtenden Besonderheit muss erkannt werden. Diese ist das Gesetz.[77] Seine Aufgabe ist die Bewahrung des absoluten Verhältnisses des Ganzen, sowie die Ruhe in der unendlichen Bewegung.[78] Die absolute Regierung ist somit die Zentralgewalt.[79] Außerdem ist sie rein aus dem Machen von Freiheit und dem Willen selbst entstanden.[80]

2.11 Die allgemeine Regierung (GW 5, S. 346-349)

Die allgemeine Regierung ist die Ursache der absoluten Regierung. Ihr Gegenstand und Inhalt liegen in dem allgemeinen Zustand, während das absolut Bleibende in dem Wesen der absoluten Regierung liegt. Die allgemeine Regierung findet ihre Potenz in der Subsumierung der Bedürfnisse und Besonderheit aller.[81]

Das Besondere selbst, als absoluter Begriff, findet seine organische Totalität als Volk. Diese Bewegung des Volkes ist die Regierung.[82] Sie regiert als seiendes organisches System. In ihrer Bewegung liegt also ein Doppeltes, zusammengesetzt aus dem Allgemeinen und der Besonderheit.[83]

2.12 A. Das System des Bedürfnisses (GW 5, S. 350-351)

Das System des Bedürfnisses wird auch als System der allgemeinen gegenseitigen Abhängigkeit bezeichnet. Seine Aufgabe liegt in der Befriedigung der Bedürfnisse, jedoch ohne dabei volle Befriedigung zu erlangen. Auch sorgt Überfluss nicht für eine höhere Befriedigung. Relevant ist letztendlich die Beziehung zwischen Überfluss und Bedürfnis: „...eine wenig erkennbare, unsichtbare, unberechenbare Macht, darum, weil sie in Beziehung auf die Quantität eine Summe unendlich vieler Einzelheit(en) ist, und in Beziehung auf die Qualität aus unendlich vielen Qualitäten zusammengesetzt ist.“[84]

Diese Wechselwirkung des Einzelnen auf das Ganze und umgekehrt bestimmt den Wert des Idealen. Ebenso ist es mit der Regierung in dem Bezug auf das Allgemeine und umgekehrt. Die Regierung ist scheinbar ein blindes Glied der Bedürfnisse dessen Zufälligkeit das Allgemeine ausgeliefert ist.[85]

2.13 B. Das System der Gerechtigkeit (GW 5, S. 356-359)

Das System der Gerechtigkeit zeigt die Allgemeine Beziehung auf die Bedürfnisse auf. Jene Beziehung hat eine objektive Realität und bestimmt sie als eine Allgemeine. Jedes Einzelne steht in dem Falle als Bedürfnis zur Sache. Die Mitte dieser Realität ist die Regierung. Deren Aufgabe ist die Rechtspflege.[86]

Das Recht geht dabei auf die Einzelheit und Abstraktion der Allgemeinheit zurück. Es handelt sich außerdem um die Freiheit der Selbstbestimmung des Allgemeinen. Dies ist möglich, da das organische Prinzip die Freiheit ist, und zwar so, dass das Regierte sich selber regieren kann.[87]

2.14 C. Das Allgemeine ist das Absolute (GW 5, S. 359-360)

Das Allgemeine ist das Absolute, es gibt also die bestimmende Richtung an und zieht in seiner Bewegung das Besondere mit sich. Das Wesen der Differenz macht diese Allgemeinheit aus. Real ist letztendlich die Bewegung des Volkes, die wahre absolute Realität der Wissenschaft und die absolute Bildung. Ebenso ist die Philosophie ideal und absolut. Auch sie ist eine mögliche Form der Regierung.[88]

2.15 Das Ende des Systems der Sittlichkeit (GW 5, S. 360-361)

Auf den letzten Seiten des Systems der Sittlichkeit spricht Hegel von der Demokratie. In dieser ist auch die absolute Religion wiederzufinden. Jedoch wird ihr Weg wieder zurück zur Naturreligion erfolgen. Jedoch nicht wie sie uns bekannt ist, sondern als eine objektive Natur, welche für den Verstand zugänglich ist. Die Natur wird zum objektiven Betrachter der Beziehungen und Verhältnisse. Die absolute Religion und auch die alte Naturreligion werden ersetzt durch die Philosophie. Die Philosophie wird zu einer Religion der Sittlichkeit deren Nährboden der Verstand ist. Alles muss dazu absolut sein. Das Leben als Absolutes, aber auch der Tod.[89]

KAPITEL 3: Die im System der Sittlichkeit fehlende Begründung der Absolutheit der Sittlichkeit: Hegels erste Religionsphilosophie

(Quellen: Manuskript zur Fortsetzung des Systems der Sittlichkeit, 1803-05, nach: Rosenkranz 1844, Haym 1857, Hoffmeister 1936 und GW 5 1998)

Einleitung:  Die Überlieferung des Textes und dessen Inhalts

Die Zuordnung von Rosenkranz Fragment über Hegels Schriften ist nicht von gesicherter Natur. Die originalen Manuskripte bleiben bis heute verschollen. Ein unbekanntes Konvolut des Berliner Hegel-Nachlasses, wiedergeben von Eva Ziesche, enthält einen Faszikel mit Jenaer Vorlesungsfragmenten von 1801/02 und 5 Nürnberger Diktatnachschriften von 1808-1811 mit Umarbeitungen Hegels bis 1816.[90] „Als er (gemeint: Rosenkranz) im Herbst 1838 in Berlin war, entdeckte er bei Hegels Witwe Manuskripte und Diktathefte Hegels zu den Nürnberger Gymnasialvorlesungen, die er zur Durchsicht mit nach Königsberg nahm. Am 19. April 1839 schrieb er in einem begeisterten Brief an Marie Hegel, er wolle diese Papiere überarbeitet zum Gebrauch für den Unterricht herausgeben. Als er ohne Antwort blieb, wiederholte er am 30. Mai seine Vorschläge für die Herausgabe und den Druck der Propädeutik. Inzwischen hatte Marie Hegel den Widerstand des Vereins aus dem Wege geräumt.“[91] So soll die Handschrift Hegels auf das Sommersemester 1803 hinweisen. In diesem Jahr habe Hegel Vorlesungen über Naturrecht gehalten unter dem Titel „Philosophiae universae delineationem, ex compendio currente aestate (Tub. Cotta.)“.[92] Die Bedeutung dieser Papiere für die Entwicklung des Hegelschen Denkens zeigt sich in dem großen Interesse, das schon den Exzerpten entgegengebracht wird, die Rosenkranz aus den Vorlesungsfragmenten (Faszikel I) abgedruckt hat. Er bietet sie mit Umstellungen, Sinnverkürzungen und Verlesungen in der Biographie als,,Einleitungen zu Hegels Vorlesungen".“[93] So handle es sich auch um Teile von Hegels Vorlesung,,Einleitung in die Philosophie" aus dem Wintersemester 1801/02.[94] Dies steht aber im Widerspruch zu der Zuordnung des Manuskriptes zum Sommersemester 1803. Hegel verwendete wohl auch das gleiche Papier wie für das Manuskript der,,Logik, Metaphysik, Naturphilosophie" in Band 9 des Nachlasses 36.[95] Heinz Kimmerle schreibt dazu folgendes: „Aber das von Rosenkranz geprägte Bild von Hegels Entwicklung in Jena blieb so bestimmend, daß man nun das fertige System im Sinne der späteren Enzyklopädie in seiner Embryonalform an den Anfang der Jenaer Jahre legte.“[96]

Das Buch zu seinen Lesungen ist jedoch niemals veröffentlich wurden. Auch ist es nicht nachzuvollziehen, ob die Vorlesungen wirklich jemals stattgefunden haben. Es könne sich daher auch um Ausarbeitungen für ein Lehrbuch handeln.[97] Es handle sich dabei um zweizwanzig bogen-starkes Manuskript mit welchem Hegel ein neues Gebiet der Philosophie zu erobern versuchte.[98]

In seinem Fragment versucht Hegel sich allgemein auszudrücken und thematisiert das Verhältnis zwischen Gott und der Welt in dem menschlichen Bewusstsein. Gleichzeitig handelt es sich auch um eine Diagnose seiner damaligen Weltsituation und wie diese sich entzweit. Die Welt erwacht sozusagen mit einem neuen religiösen Bewusstsein und nimmt eine neue Position gegenüber der Religion ein.[99] Die Philosophie soll am Ende die Religion ersetzen, denn die Werte und Normen ähneln sich in ihrem Ursprung. Dieser Weg verläuft in verschiedenen Dimensionen und Zeitaltern. Diese Entwicklung versucht Hegel darzustellen und zu erklären. Seine Thesen sind auch auf aktuelle Phänomene anwendbar. “Darüber hinaus liefert die Ankündigung der Vorlesungspläne Hegels in den Briefen, die er im Zusammenhang mit seiner Habilitation an die Fakultät gerichtet hat, sowie in den Vorlesungsverzeichnissen der Jahre 1801/02 bis 1807/08, wichtiges neues Material für die Entwicklungsgeschichte seines Denkens. Die Akten der Philosophischen Fakultät sind in dieser Hinsicht überhaupt noch nicht herangezogen worden, und die Ankündigungen in den Vorlesungsverzeichnissen wurden bisher nur unvollständig und auch nicht präzise genug veröffentlicht.“[100]

Die Aufgabe der Philosophie sei es, die Einzelheit des Individuums mit dem allgemeinen der Welt zu versöhnen.[101] Aus diesem Zwist zwischen Welt, Gott und dem eigenen Ich ergebe sich das Bedürfnis der Philosophie, als transzendentalphilosophische Geschichte, Empathie zu zeigen. Der Geist der Philosophie sei ein neuer, idealer und absoluter Geist.[102]

„Seine Philosophie endet, indem sie gleichsam aufhört, Philosophie zu sein, indem sie ihre Begriffswelt in die wirkliche, in jene bestimmte vergangene Geschichtswelt auflöst, der in den Gedanken der Gegenwart, mitteilt einer neuen Ansicht von den Denkformen, von dem Uebersinnlichen und von dem Natürlichen eine doch nur ideale Präsenz von Neuem konnte errungen werden. (sic!)“[103]

Zwischen den Jahren 1800 bis 1804 sei die Logik von Hegel als die eigentliche Einleitung in die Philosophie aufgefasst wurden mit der Funktion  die Entfaltung der Formen des endlichen Erkennens diese aufzuheben und dem Ziel des unendlichen Erkennens. Bezieht man sich auf Kimmerles Interpretation, so könne auf diese Logik keine Metaphysik mehr folgen. „Je mehr nun die Logik als die Darstellung des in sich kreisenden Denkens aufgefaßt wird, desto dringender wird eine andere, der Logik noch vorrausgehende Wissenschaft, die die Einleitungsfunktion übernimmt. D.h. die das Bewußtsein auf den Standpunkt der philosophischen Wissenschaft erhebt. (sic!)“[104]

3.0 Logisch-philosophische Entwicklung der Religion nach Hegel

(GW 5, S. 460-461; Ros., S. 135)

Hegels Religionsphilosophie versucht die Entwicklung der Religion zu verstehen und dadurch Logik in die Unterschiede zwischen den Werten/Mentalitäten zu bringen, sowie die Grundlage der Kulturen zu verstehen. Das bedeutet, dass eine Gesellschaft durch ihre Werte auch zusammengehalten und geprägt wird. Eine große Brandbreite an Menschen muss dieselben werde vertreten und nach ihnen leben, damit diese auch gesellschaftstauglich sind. „Manche Werte sind selbstversta¨ndlich, wie die Freiheit oder die Gleichbehandlung der Geschlechter; andere sind kritisch, wie die Erziehungsziele der Konvention oder der Selbsta¨ndigkeit. Aber was heute selbstversta¨ndlich ist, war es nicht immer auch gestern.“[105]

Er bezeichnet die Religion als eine Art System. Nur das gesamte System könne einen zur Wahrheit selbst führen. Es handle sich somit um eine notwendige Entwicklung von Wissen. Diese Entwicklungen des Wissens teilt er zunächst in unterschiedliche Dimensionen ein. Diese unterschiedlichen Stufen des Wissens zu verstehen, seien nötig um das absolute Wissen zu erlangen. Auch die Religion ist in diesen unterschiedlichen Erscheinungsbildern wiederzufinden.

Eine dieser Dimensionen fand bereits im 16. Jahrhundert durch Teile der katholischen Kirche erste reformatorische Bestrebungen. Zu einem Bruch kam es jedoch erst mit der protestantischen Reformation. Ein neues Verständnis des Christentums, der Protestantismus. Er hat seinen Ursprung in Deutschland und verbreitete sich in ganz Europa. Die bekanntesten Reformatoren ihrer Zeit waren Martin Luther und Jean Calvin. Sie übersetzten die Bibel, sowohl inhaltlich als auch sprachlich, sodass jeder Laie sie verstehen konnte. „Am 31. Oktober 1517 schlug Luther seine 95 Thesen gegen den Ablass an, die er an den neuen Erzbischof von Mainz adressiert. Sie richten sich gegen gewisse Bräuche der katholischen Kirche, darunter den Ablasshandel. Das ist der Ausgangspunkt der Reformation...“[106] Eine neue Stufe im Denken der Menschen Europas war erreicht. Gleichzeitig kam es zu einer Kritik am Papsttum, an der Verweltlichung und Korruption der Geistlichkeit, welche als Katalysatoren der Reformation der katholischen Kirche wirkten.

Nach Hegel tritt die Religion in drei Formen auf:

1. Als Naturreligion, nach der Gott und die Natur identisch sind (Pantheismus). Alles, was in der Natur vorkommt, ist untrennbar mit Gott verbunden. Man kann also sagen, Hegel spricht von der Identität, als unmittelbare Einheit von Mensch und Natur.[107] Denn „Pantheisten glauben, dass die Schöpfung ein Teil von Gott ist. Im Gegensatz dazu glauben zum Beispiel Juden, Christen, Muslime und Bahai, dass Gott die Welt und das Universum erschaffen hat. Das Wort Pantheismus kommt aus dem Griechischen. Pan heißt „alles“ und „Theos“ heißt Gott. Damit ist gemeint, dass Gott alles ist und alles Gott ist.“[108]

2. In der Form, dass Realität (Natur) und Geist nicht identisch, also getrennt sind. Der Geist "wohnt" nicht in der lebendigen Natur. Die Natur ist "entgöttert". Durch Jesus Christus wurde die Welt aber wieder mit dem Geist versöhnt.[109] Diese Differenz ist die unmittelbare Spaltung der Einheit und gleichzeitig notwendig um zu einer Einheit, also der Versöhnung, zu gelangen.

 3. Die Einheit von Vernunft in Geistesgestalt und der Vernunft in ihrer Realität.[110] Es handelt sich um eine neue Identität und zugleich um eine wiedergewonnene Identität.  Die vermittelte Einheit von Mensch und Natur findet sich in der, Philosophie als Vernunftreligion wieder. Diese Natur bzw. Kultur ist von dem Menschen selber geschaffen. Sie sollte tugendhaft sein und nach moralischen Vorsätzen zu leben und zu handeln.

3.1 Erste Dimension – Religion der Identität – Stufe der polytheistischen Religion (GW 5, S. 461-462; Ros., S. 135)

Hegel spricht von der sogenannten „Ersten Dimension“, bei welcher es sich um die Naturreligion handelt. Damit sind jene äußeren Bewegungen um das Leben herum gemeint, die das Leben lenken. Man kann diese Bewegungen mit dem Begriff des Schicksals vergleichen. So kann ein einzelner Mensch als Individuum seiner Bestimmung nicht entgleiten, auch wenn diese mehr Fluch als Segen von Bedeutung hat.

Die Menschen im Kollektiv sind der Natur der Götter unterlegen. Auch wenn das kollektive Leben immer wieder Schicksalsschlägen wie Katastrophen oder Epidemien unterliegt, so sei letztendlich die Versöhnung das Ziel der höheren Instanzen. Das ganze Leben ist also wie ein Dialog mit den Göttern, um sich mit ihnen zu versöhnen. Das Verhalten der Götter selbst lässt sich nicht bestimmen oder vorrausahnen. Es ist weder empirisch fassbar, noch lässt es sich durch das historische Apriori herleiten. Hegel umschreibt dies mit den Worten einer „Ewigkeit der Ideale einer schönen Mythologie“. Dieses Schicksal ist untrennbar vom Kollektiv der Menschen und findet sich in der Identität aller wieder. Die „Ewigkeit der Ideale einer schönen Mythologie“ vermischt sich mit der Realität und ist das, was wir sehen. Dieser empirische Wirklichkeitsbegriff setzt ein Selbstbewusstsein voraus, dass das sinnlich wahrgenommene als solches auch erkennt.[111]

Die Götterwelt bleibt jedoch ungreifbar und ihre Schönheit ein Mysterium. Die Götterwelt ist von der der Menschen zu trennen. So bleibt die Welt der Menschen zurück, angehaucht von der, der Götter. Es lag nun in der Aufgabe des Menschen sein behütetes Umfeld zu verlassen und sich die lebendige Natur zum Untertanen zu machen. 

3.2 Zweite Dimension – Religion der Differenz – Stufe der monotheistischen Religion (GW 5, S. 461-465; Ros., S. 136-141)

Die Götter haben einen Schmerz in der Welt hinterlassen. Dieser Schmerz ist die Sehnsucht nach dem Göttlichen. Die Menschen waren nach der Zeit der Römer zerschlagen in ihrer Individualität und auch ihre unterschiedlichen Gottheiten, an die sie glaubten, verschwunden. In dieser Zeit, in welcher die Menschen zerschlagen waren, fehlte es ihnen an Werten und einer Richtung weisenden Ethik.

Es war also die Zeit gekommen, dass die Menschen wieder, wie in der ersten Dimension, die Kraft finden mussten, um als Kollektiv über den Schmerz des Verlassens hinweg zu steigen und sich neuen Anschauungen zu öffnen. Dafür brauchten die Menschen eine für sie auf der ganzen Welt verständlichen Wahrheit, die sie ihren Dialog fortführen ließ. Die Menschen brauchten einen neuen Vernunftbegriff der sie führte. Dafür ist das oben erwähnte Selbstbewusstsein nötig um die natürliche Wirklichkeit zu bestimmen. [112]

Eben an dieser Stelle trat Jesus Christus ins Spiel. Er betrachtete die Welt und ihre Kultur, wodurch er ihre weltliche Natur erkannte. Er konnte diese Natur, die er sah, so erklären, dass die Menschen sie überall verstanden. Durch seine innere Tiefe und den Frieden, die er ausstrahlte, sowie die Kraft, die er aus etwas Göttlichen zu ziehen schien, wurde er Gründer einer Religion. Er zeigte den Menschen einen Weg sich von ihren Sünden zu entledigen und weiter zu gehen, um eine bessere Welt mit einem System zu schaffen. Doch um zu beweisen, dass seine Betrachtungen Wahrheit in sich trugen, musste er sich selber opfern und sterben. Es war nun von Wichtigkeit, den Gedanken der Göttlichkeit von der Natur zu entreißen und dass der Mensch erkannte, dass die Trennung von dieser wichtig war, um das absolute Wissen zu erlangen. Um dieses absolute Wissen zu erlangen, muss das Selbstbewusstsein mit dem natürlichen Bewusstsein, also der natürlichen Wirklichkeit, zusammengeführt werden. Dies ist nur möglich, wenn die Menschen diese Substanzen erkennen.[113]

Das Kreuz, an dem Jesus Christus starb, wurde somit zum Symbol für die nichtgöttliche und ehrenlose Welt, welche die Menschen geschaffen hatten und den damit verbundenen Schmerz. Gleichzeitig bedeutete der Schmerz eine Versöhnung mit dem Glauben und der Vorstellung, dass Gott die menschliche Gestalt annehmen könne. Das Gott die Gestalt eines Menschen annimmt, zeigt seine Zuneigung und Liebe zu diesen. Es war also ein Gott, welcher jedem einzelnen zerschlagenen Individuum ein Gott sein konnte.

Ohne Schmerz ist eine Versöhnung nicht möglich. Der Schmerz an sich ist also ein Mittel zur Versöhnung. Die Fruchtbarkeit in der Religion des Christentums liegt also in einem ewig sich wiederholenden Spiel des tiefen Schmerzes und der Versöhnung. Die Menschen durchleben deshalb ihr Leben lang einen Wechsel aus Emotionen und Wohlergehen. Dieses Zusammenspiel trägt die Lebendigkeit des Christentums als Religion. Somit ist die Geschichte Gottes, auch die Geschichte der Menschen, denn sie seien nach seinem Bilde geschaffen.[114]

Hegel beschreibt somit eine Entwicklung von der Naturreligion (Gott als natürliche Substanz) z.B. östliche Religionen, hin zur Religion der Individualitäten. z.B. Christentum (Gott als Subjekt).[115] Hegel verstehe die Reformation der Kirche (Spaltung zwischen Katholiken und Protestanten) als eine Befreiung von der Unterwerfung unter geistlichen Autoritäten.[116] Die Aufklärung selbst betrachte er als Nachwirken des Geschehenen.

Hegels Denkweise erlaube eine Zuordnung aller Religionen in die Geschichte und eine Art Gleichstellung. Das Christentum sei jedoch eine Art Ende der Religionsgeschichte als vollkommene Religion. Die Religion fasse das Wissen über Gott zusammen und die Philosophie, die Begriffsgeschichte. Der unendliche Schmerz, der sich in der Religion wiederfindet ist von Wichtigkeit für die Versöhnung mit der Einzelheit der Welt. Diese Versöhnung kann nur durch Liebe und Göttlichkeit. So müsse das Wissen über Gott selbst zu einem Sich-Wissen in Gott werden und ebenso umgekehrt.[117]

Bei sogenannten Naturreligionen, also traditionelle Religionen ohne
schriftlich fixierte Lehren, gibt es die "Idealität des Geistes" nur in
Form der Kunst. Im Christentum ("rekonstruierte Religion") kommt zur Kunst auch die "Form des Denkens" hinzu. Dieses Denken beinhaltet, dass im Christentum Ideen entwickelt werden und nicht nur bloß Mythen, also Sagen aus der Vorzeit, von Generation zu Generation weitergegeben werden, wie es bei den Naturreligionen der Fall ist. 

Zum Ersten gibt es die Realität des Geistes, welche auch als Kunst bezeichnet werden kann. Diese rekonstruiert eine Religion, welcher die Idealität des Geistes hinzugefügt wird, also das Denken. Es sei von Wichtigkeit, dass eine Volksregion Spekulationen in Form von Mythologien, also die Realität des Geistes und Spekulationen in Form von Ideen, also der Idealität des Geistes, enthält.[118]

So sei das Christentum für Hegel mit einer vollendeten Religion gleichzusetzen, welche als trinitarische Einheit von Gott, Christus und dem Heiligem Geist funktioniert.

Hegel spricht außerdem über die Form der Dreieinigkeit, also die "Trinität" ein. Danach besteht das Wesen "Gott" aus drei Personen (oder besser gesagt aus Erscheinungsweisen), nämlich aus Gott, dem Vater (dem absoluten Gedanken), aus Gott, dem Sohn Jesus Christus, der gleichzeitig Gott und Mensch ist, sowie aus Gott, dem Heiligen Geist, also der Kraft, die von Gott ausgeht.

Dieses Prinzip ist in drei Sparten zu veranschaulichen. Eine Sparte ist die von Gott nach einem väterlichen Prinzip. Sie trägt den absoluten Gedanken in sich. Daneben ist die Sparte des Sohnes, der Gottes Realität wiedergibt. Er steht für die Schöpfung. In ihm lassen sich sowohl Gott als auch die Einzelheit der Welt wiederfinden. In der letzten Sparte findet man den Heiligen Geist. Er steht für die ewige Identität der Welt. Er ist außerdem von Objektivität durchzogen.[119]

Betrachte man die römisch, katholische Kirche, so sehe man, dass die Religion in diesem Falle (das schmerzliche Sehnen nach geistiger, geistlicher Erlösung) von den Katholiken zu sehr auf das kirchliche Amt mit Weihe, Zölibat und dem ganzen Klimbim im Gottesdienst reduziert worden sei. Der Protestantismus habe das beendet, aber Religion zu sehr auf das praktische Leben als Christ im Staat (völkisch deutbar) reduziert und profaniert und die unstillbare Sehnsucht nach Geistlichem so eben gerade nicht bedient.[120]

3.3 Dritte Dimension – Religion der Versöhnung oder der wiedergewonnenen Identität – Stufe der Vernunftreligion bzw. der Philosophie (GW, S. 465/ Ros., S. 140-141)

Da nun aber der ganzen Welt jegliche Göttlichkeit entzogen wurde, lag es nun am Menschen, der Welt Ordnung und System zu geben. Die Vernunft ist also notwendig, um das Kollektiv der Menschen als Gesellschaft zu leiten. Die Vernunft ist also nicht mehr nur Erzeugnis des individuellen Selbstbewusstseins, sondern nimmt ihren Einfluss auf die Wirklichkeit. Die Vernunft ist somit der Geist der eine Gesellschaft leitet, um das absolute Wissen zu erlangen.[121]

Die Reformation selbst dauerte länger an als Luthers Lebenszeit. Sie habe sich in einem Zeitraum von gut 130 Jahren vollzogen. Sie begann mit Luthers Thesen-Anschlag und endete vermutlich mit dem Dreißigjährigen Krieg 1648. Erst neun Jahre nach Luthers Tod, 18. Februar 1546, kam es zu dem „Augsburger Religionsfrieden. König Ferdinand I. garantierte den Protestanten am 25.09.1555 ihren Besitz und Frieden, sowie die freie Wahl der Konfession. 1618 kam es jedoch zum Dreißigjährigen Krieg, denn neue Generationen von Fürsten seien konfliktbereiter und legten ihre Konfession enger aus.[122]

Hegel selbst hielt den Protestantismus zwar für eine richtige Religion, aber auch gleichzeitig für eine gescheiterte. Er ging jedoch auch nicht über zum Katholizismus. Denn der Versuch der Heilung der Welt und die Schönheit selbst durch das Christentum war gescheitert. Das Ziel die Sphäre des absoluten Geists zu erreichen, war, wie bereits im Zeitalter Polytheismus, gescheitert. Der Monotheismus, in Form des Christentums, sei der Wegbereiter für die Philosophie gewesen. Die Menschen spürten das erste Mal eine höhere Macht, welcher sie nahe sein wollten. Ihre Kultur, damit ist die vom Menschen geschaffene Kultur gemeint, erfuhr einen Teil diese Göttlichkeit, jedoch sei sie noch nicht geheiligt.[123]

„Weil jene Schönheit und Heiligung hinunter ist, so kann sie weder zurückkehren noch betrauert, sondern nur die Notwendigkeit ihres Vergehens erkannt, sowie das Höhere geahnt werden, dem sie den Weg zu bereiten hat und dass an ihre Stelle treten muß (sic!)“[124]

Damit meint Hegel vermutlich, dass die Natur des Menschen oder der Mensch als natürliches Wesen nicht an sich heilig ist, sondern die Heiligung von außen kommt. Der Zugang zu Gott im Glauben durch den Geist macht die Heiligung möglich. Die Potenz und der Gegensatz meinen die in den Kreis gegebenen Kräfte. So sei alles, was ist, zu gleich auch widersprüchlich. Das Leben auf der Erde ist nicht göttlich und himmlisch, sondern beinhaltet eine stetige Entwicklung.

„Der unendliche Schmerz ist in der Heiligung permanent und die Versöhnung selbst ein Seufzer nach dem Himmel. (sic!)“[125]

Der Schmerz, von dem Hegel spricht, scheint unendlich. Dies ist aber notwendig um eine immerwährende Heilung zu garantieren. Schmerz und Heilung stehen im Wechsel miteinander. Das System ist also nicht statisch zu betrachten, sondern in einer ständigen Bewegung bestehend aus Prozessen.[126] In der dialektischen Theologie wurde mit „Ja“ und „Nein“ gearbeitet, dass kommt dem sehr nahe: „Wenn ich gefragt werde: Was ist falsch in der dialektischen Theologie?, so antworte ich: daß sie nicht dialektisch ist. Dialektisch ist eine Theologie, in der Ja und Nein untrennbar zusammengehören. In der genannten dialektischen Theologie sind sie unvereinbar auseinandergerissen; darum ist sie nicht dialektisch. Sie ist paradox, das ist ihre Größe; und sie ist supranatural, das ist ihre Schwäche. (sic!)“[127]

„Das Göttliche war in die Gemeinheit des Lebens gestoßen, das Göttliche war selbst gestorben. Der Gedanke, daß Gott selbst tot war auf Erden spricht allein das Gefühl des dieses unendlichen Schmerzes aus; so wie seine Versöhnung, daß er aus dem Grabe auferstanden ist. Durch sein Leben und Tod ist der Gott erniedrigt, durch seine Auferstehung der Mensch vergöttlicht worden. (…) Die Naturreligion muß dem Zufall überlassen, in wie weit die ursprüngliche Versöhnung in dem Einzelnen lebendig ist. Aber die Religion, die auf die Rekonstruktion der indifferenten Harmonie ausgeht, muß, gegen die Natur gewaltsam, jene unendliche Differenz produzieren, um, daß ihre Versöhnung die rekonstruierte sei, möglich zu machen. (sic!)“[128]

Hegel glaubte fest daran, dass durch die Philosophie eine Art neuere Religion entstehen würde. Nach der Zeit des Protestantismus, er hielt diese wohl für endlich, müsse sich der Geist immer noch mit dem Schmerz versöhnen. Woran Religion scheiterte, versuche sich nun die Philosophie. Diese ersetze die Religion in ihrer Aufgabe der Versöhnung und Versuche den Schmerz zu überwinden. Das Ziel ist der absolute Geist. Das Denken ist die Essenz des Weges dorthin. Das Volk soll frei werden von seinem bisher endlosen Schmerz,[129]

„(…) wenn es nämlich ein freies Volk geben und die Vernunft ihre Realität als einen sittlichen Geist wiedergeboren haben wird, der die Kühnheit haben kann, auf eigenem Boden und aus eigener Majestät sich seine Gestalt zu nehmen. (sic!)“.[130]

Der Begriff der Vernunft, als „sittlicher Geist“ beschrieben, soll die Werte und das Leben der Menschen bestimmen. Ein gutes Leben muss nach der Vernunft gerichtet sein. Dieser Geist, welcher einst durch Gottes Sohn Gestalt annahm, könne nun durch jeden Menschen selber aus eigener Kraft Form annehmen. [131]

Jeder Mensch ist Teil dieser Kette. Jeder Mensch ist notwendig für diese Kette. Die meisten Menschen existieren bisher nur als „blindes Glied“, da sie sich dessen nicht bewusst sind. Doch werden sie bewusst Teil dieser Kette, so haben sie die Macht größere Teile dieser Kette zu beherrschen. Das bedeutet, dass der einzelne Mensch erkennen muss, wohin diese Kette führt. Sie führt nämlich zur Versöhnung, zur Überwindung des Schmerzes, zu einem nach Vernunft gerichteten Leben und zum absoluten Geist selbst. Nach dieser Erkenntnis gilt es zu Leben und diese mit anderen zu teilen.[132] Nur so könne, laut Hegel, der menschliche Geist, auch Gestalt annehmen. Diese Erkenntnis macht Religion zu einer Art Religion, deren Aufgabe es ist die Essenz zum absoluten Geist zu erlangen. Unsere Leben mit all seiner Energie hat die Kraft dazu. Nur die Philosophie sei in der Lage den Kreis zu schließen, inneren Frieden zu finden und das absolute Wissen zu erlangen.[133]

Sehr interessant sind die Gedanken von Johann Heinrich Trede und Rudolf Haym dazu.

Trede äußert sich wie folgt: „In den von Rosenkranz referierten Ausführungen Hegels über die Philosophie, die auf den Kontext der Jenaer „Philosophie der Sittlichkeit“ bzw. der Naturrechtsvorlesung als deren Abschluß zu beziehen sind, steht ein Begriff von Religion im Mittelpunkt, in der „zu der Form der Idealität des Geistes, die in der Naturreligion allein existieren kann, nämlich der Kunst, notwendig die andere Seite, die Idealität des Geistes unter der Form des Denkens hinzugekommen ist“, so dass „die Volksreligion … die höchsten Ideen der Spekulation nicht bloß als eine Mythologie, sondern in der Form von Ideen ausgesprochen enthalten“ muß (sic).“[134]

In Anbetracht dessen weist Trede darauf hin, dass das vorgestellte Konzept einer sogenannten Volksreligion zwischen der „Philosophie der Sittlichkeit“ bzw. Jenaer „Naturrecht“ auch eine identische Funktion übernehme. Es reflektiere den Ausgleich zwischen dem Bewusstsein der Zugehörigen eines Volkes und gleichzeitig dem Bewusstsein seiner „Priester und Weisen“. Die „Philosophie der Sittlichkeit“ solle also absolut werden, um in diesem Sinne auch die Philosophie im Ganzen selbst zu vollenden.[135]

Der sogenannte Atheismus ist „eine historisch reflektierte, nach-religiöse Bewusstseinsform, die gedanklich und emotional über den Monotheismus hinausführt, indem sie seine ursprüngliche Logik der Entgötterung, Entweihung, Entzauberung und Verweltlichung der Welt konsequent zu Ende führt und gegen ihn selbst kehrt. Das Suchen nach Sinn gehört zur Natur des Menschen, insofern er sich als instinktarmes Lebewesen eigenständig in der Welt zurechtfinden, geistig orientieren muss.“[136]

Es handle sich bei dem Atheismus um ein komplexes Phänomen, welches unter dem Aspekt seines Widerspruchs gegenüber dem Offenbarungsglauben behandelt werden müsse. Die Vergangenheit dürfe nicht übersehen werden und müsse als Apriori in den Kontext gestellt werden.[137] Das bedeutet, dass sich in jeder Gegenwart ein Stück der Geschichte der Vergangenheit wieder spiegelt.

Hegels frühe Religionsphilosophie und Fragment Fortsetzung des Systems der Sittlichkeit behandelt Werte wonach sich Völker unterscheiden. Hingegen behandelt es keine Unterschiede aufgrund von biologischer Herkunft oder Merkmalen. Diese behandelten Werte hängen von der jeweiligen Religion bzw. Philosophie ab. Die Philosophie prägt uns erst und nur bei einigen Völkern seit der Aufklärung, die Religion hingegen seit tausenden Jahren und bei allen Völkern. Hegels Religionsphilosophie versucht die Entwicklung der Religion zu verstehen und dadurch Logik in die Unterschiede zwischen den Mentalitäten zu bringen als Grundlage Kulturen zu verstehen.

Die Zahl der Menschenbilder sei hingegen nicht zu überblicken, denn es gibt so viele unterschiedliche Menschenbilder, wie es Menschen gibt. Daher sei eine rein empirische Betrachtung des Menschen nur ein Versuch ihn zu erfassen. Es sei also eine philosophische Disziplin, die Anthropologie auszuüben mit dem praktischen Sinn, auch etwas über sich selber zu erfahren. So könne sie helfen, die eigene Lebensführung zu verbessern. Im Gegensatz zum Tier, habe der Mensch die Freiheit des selbstbestimmten Handelns geschenkt bekommen. Er könne die Natur verändern und in ihr Geschehen bewusst eingreifen. Der Mensch selber benötigt Kultur, denn er selber wird nicht von der Natur bestimmt. Das bedeute für den einzelnen Menschen, dass er diese Kultur benötigt, um sein eigenes Leben zu ordnen. Er sei auf Kultur, insbesondere in Form von Institutionen angewiesen um die eigene Identität und den eigenen Sinn zu erfahren. Führungssysteme als Handlungsorientierungen stützen ihn dabei.[138]

Rudolf Haym fasst dies wie folgt zusammen: „In der Sittlichkeit allein ist der unendliche Begriff schlechthin Eins mit dem Wesen des Individuums und dieses in der ihm gemäßen Form als wahre Intelligenz vorhanden. Hier ist mehr als in der Kunst, in der Religion und der Philosophie. Denn die Objectivität des Individuums ist hier „ nicht für ein fürstliches Bewußtsein, für sich, mit Aufhebung der empirischen Anschauung, und für die intellectuelle Anschauung, sondern die intellectuelle Anschauung ist durch die Sittlichkeit und in ihr allein eine reale; die Augen des Geistes und die leiblichen Augen fallen vollkommen zusammen; der Natur nach sieht der Mann Fleisch von seinem Fleisch im Weibe, der Sittlichkeit nach allein Geist von seinem Geist in dem sittlichen Wesen, und durch dasselbe. (sic!)“[139]

Wir sind mit dieser Interpretation einverstanden.

FAZIT: Hegels Begründung einer absoluten Sittlichkeit durch eine absolute Religion

Hegel beschrieb eine Entwicklung von der Naturreligion (Gott als natürliche Substanz) z.B. östliche Religionen, hin zur Religion der Individualitäten z.B. Christentum (Gott als Subjekt).  Der Philosoph aus Stuttgart verstehe die Reformation der Kirche (Spaltung zwischen Katholiken und Protestanten) als eine Befreiung von der Unterwerfung unter geistlichen Autoritäten. Die Aufklärung selbst betrachte er als Nachwirken des Geschehenen. Seine Denkweise erlaube eine Zuordnung aller Religionen in die Geschichte und eine Art Gleichstellung. Das Christentum sei jedoch eine Art Ende der Religionsgeschichte als vollkommene Religion. Die Philosophie als Vernunftreligion tritt nun an die Stelle des Monotheismus. Diese letzte erreichte Stufe des Wissens, sprich das absolute Wissen, ist notwendig, um von ihr aus systematisch die Wirklichkeit zu bestimmen. „Das Ziel liegt in der Aufhebung der Entgegensetzung zwischen dem Endlichen und Unendlichen, zwischen Bestimmten und Unbestimmten, in der echten Synthese der Unbestimmtheit und Bestimmtheit, keinesfalls in einer bloßen Wechselbestimmung, sondern in der Einheit von objektiver Welt und Freiheit.“[140]

Bereits Hegel wusste um die Werte und Grundlagen, welche den Staat der Zukunft bilden könnten: „Das Reich des objektiven Geistes ist bei Hegel Familie, Gesellschaftssystem und Staat, und die Geschichte der Menschheit, in der sich diese Institutionen entfalten.  Hegels Geschichtsphilosophie ist ein Anhang zur Lehre vom objektiven Geist. Der Geist trete in der menschlichen Gesellschaft in Form überindividueller, objektiver Gesetze auf. Die Lehre vom objektiven Geist nennt Hegel deshalb auch »Ethik«. »Der Staat ist die Wirklichkeit der sittlichen Idee.“[141]

Wenn wir nun Hegels Philosophie auf die aktuelle Problematik des europäischen Einigungsprozesses anwenden, kommen wir zum Schluss, dass die Hauptproblematik trotz einer gemeinsamen Union von Europa immer noch in den unterschiedlichen Werten der einzelnen Nationen liegt. Hegels frühe Religionsphilosophie und Fragment Fortsetzung des Systems der Sittlichkeit behandelt diese Werte, nach denen sich Völker unterscheiden. Hingegen behandelt es keine Unterschiede aufgrund von biologischer Herkunft oder Merkmalen. Diese behandelten Werte hängen von der jeweiligen Religion bzw. Philosophie ab. Die Philosophie prägt uns erst und nur bei einigen Völkern seit der Aufklärung, die Religion hingegen seit tausenden Jahren und bei allen Völkern. Hegels Religionsphilosophie versucht die Entwicklung der Religion zu verstehen und dadurch Logik in die Unterschiede zwischen den Mentalitäten zu bringen als Grundlage Kulturen zu verstehen. Begreift man diese Unterschiede, könnte das der Anfang des Prozesses einer kulturellen Vereinigung Europas sein. Anhand von Hegels Erkenntnissen, ließe sich nun die Frage stellen, ob es auch der Sinn von Europa sei, ein philosophischer Staat zu werden der absolute Werte beinhalte. 

In der Geschichte unsere Menschheit wirkt eine logische Kraft von welcher wir alle unbewusst bewegt werden. Es handelt sich um eine Substanz, die die Menschen auf einer höheren Instanz bewegt. Es besteht also der Anspruch auf objektive Art und Weise zu denken. Das Subjekt muss in der Lage sein, sich auf diese Ebene zu heben. Gesetze der Logik würden in der Welt herrschen und die Vernunft würde sie leiten. Die Vernunft ist als Erkenntnisvermögen des Menschen nahezu unverzichtbar. „Durch sie unterscheidet sich der Mensch vom Tier. Sie ist etwas qualitativ Neues, das auf unserem Planeten im Verlaufe der Evolution erst mit dem Menschen entstanden ist. Neben der Vernunft gibt es noch andere schöne Dinge z. B. Gefühle und Kunst, besonders  Musik. Alles, was das Leben lebenswert macht (...) aber die Vernunft sollte in keinem Lebensbereich völlig fehlen.“[142] Denn die Handlung selbst folge nicht daraus, was gut ist und was böse. Es kommt auf den guten Willen hinter der Handlung an. Wenn man nur gut handle, weil die Gesellschaft es augenscheinlich so erwartet, dann ist dies nicht unbedingt gut. Die Handlung habe in diesem Fall Legalität, jedoch keine Moralität. Deshalb werde zwischen Pflicht und Neigung unterschieden.[143]

Dieses Verhalten ist uns allen bekannt und lässt sich auch heutzutage in unserem Alltag beobachten. Hinter den meisten unserer Handlungen stecken Erwartungen von außen, seien sie durch das Gesetz, den Arbeitgeber, der eigenen Familie oder durch Freunde. Wahrscheinlich schon unbewusst verhalten wir uns so wie man es erwartet. Hinterfragt man seinen eigenen Tagesablauf, kommt man vielleicht zu der Erkenntnis, dass der Großteil des eigenen Handelns nicht der eigenen Moral entspricht.

Es ist Aufgabe der Philosophie, uns zu zeigen, wie wir unser Verhalten im Einklang mit unseren Werten bringen können. Die Philosophie lässt sich somit als eine Art ‚Religion‘, wie eine kosmopolitische Vernunftreligion, verstehen.

BIBLIOGRAPHIE

A. HEGEL IM ALLGEMEINEN

A1. VON HEGEL

G.W.F. Hegel: Gesammelte Werke. In Verbindung mit der Deutschen For­schungsgemeinschaft, Hamburg 1968 ff.

A2. ÜBER HEGEL

Jaeschke, Walter: Hegel Handbuch, Stuttgart, 2016, 3. Auflage.

Haym, Rudolf: Hegel und seine Zeit: Vorlesungen über Entstehung und Entwickelung, Wesen und Werth der Hegel’schen Philosophie, Ber-lin,1857.

Hoffmann, Kai-Uwe: Bildung, Logik und Wissenschaft in Hegels theoretischer und praktischer Philosophie (1801-1805), in: Die Bildung der Moderne, herausgegeben von Michael Dreyer, Michael Forster, Kai-Uwe Hoffmann und Klaus Vieweg, Tübingen, 2013.

Hoffmann, Thomas Sören: Georg Wilhelm Friedrich Hegel: Eine Propädeutik, Wiesbaden, 2012.

Rosenkranz, Karl: Georg Wilhelm Friedrich Hegels Leben, Berlin, 1844.

Vieweg, Klaus: Hegel: Der Philosoph der Freiheit, München, 1953.

B. HEGEL IN JENA

B1. QUELLEN

Zu Kap. 1

Über die wissenschaftlichen Behandlungsarten des Naturrechts, seine Stellen in der praktischen Philosophie. und sein Verhältniss zu den positiven Rechtswissenschaften, in: Gesammelte Werke Band 5, Jenaer kritische Schriften, herausgegeben von Hartmut Buchner und Otto Pöggeler, 1968, Band 4, S. 417-484.

Zu Kap. 2

System der Sittlichkeit, (Critik des Fichteschen Naturrechts), in: Gesammelte Werke Band 5, Schriften und Entwürfe (1799-1808), unter Mitarbeit von Theodor Ebert herausgegeben von Manfred Baum und Kurt Rainer Meist, Verfasser des Anhangs Kurt R. Meist., 1998, Band 5, S. 323-361.

Zu Kap. 3

1844: Rosenkranz, Karl: Georg Wilhelm Friedrich Hegels Leben, Berlin, 1844, S. 135-141.

1936: Fortsetzung des Systems der Sittlichkeit, in: Hoffmeister, Johannes (Hrsg.), Dokumente zu Hegels Entwicklung, Stuttgart,1936, S. 314-325.

1988: Über Naturrecht, in: Gesammelte Werke, Band 5, Hamburg, 1998, S. 459-467.

B2. SEKUNDÄRLITERATUR ÜBER DIE JENAER ZEIT

Baum, Manfred / Meist, Kurt: Durch Philosophie leben lernen. Hegels Konzeption der Philosophie nach den neu aufgefundenen Jenaer Manuskripten, in: Hegel Studien, Vol. 12 (1977), S. 43-81.

Bourgeois, Bertrand: Le droit naturel de Hegel (1802-1803). Commentaire, Paris, 1986.

Dinkel, Bernhard: Die Einheit von Indifferenz und Verhältnis im System der Sittlichkeit. Hegels Frühjenaer Verknüpfung von antikem- und neuzeitlichem Natur- und Staatsrecht, In: Salzburger Jahrbuch für Philosophie, 1976-77.

Eber, Heinrich: Hegels Ethik in ihrer Entwicklung bis zur Phänomenologie, Straßburg, 1909.

Gérard, Gilbert, Critique et dialectique. L’itinéraire de Hegel à Iéna (1801-05), Bruxelles, 1982.

Gérard, Gilbert: La fin du droit naturel d’Iéna, In: Revue philosophique de Louvain, 84, 1986.

Goretzki, Catia: Die Selbstbewegung des Begriffs. Stufen der Realisierung der spekulativen Metaphysik Hegels in den Jahren 1801-1804/05, in: Hegel-Studien, Beiheft 54, 2011

Horstmann. Ralf-Peter: Jenaer Systemkonzeptionen, in: Hegel. Einfürung in seine Philosophie, hg. von Otto Pöggeler, München, 1977.

Jamme, Christoph / Schneider Helmut: Der Weg zum System. Materialen zum jungen Hegel, Frankfurt am Main, 1990.

Kimmerle, Heinz: Dokumente zu Hegels Jenaer Dozententätigkeit (1801-1807) in: Hegel-Studien, vol. 4, S. 22-99.

Kimmerle, Heinz: Zur Chronologie von Hegels Jenaer Schriften, in: Hegel- Studien, vol. 4, S. 125-176.

Kimmerle, Heinz: Die von Rosenkranz überlieferten Texte Hegels aus der Jenaer Zeit. Eine Untersuchung ihres Quellenwerts, in: Hegel-Studien, 5, 1969.

Kimmerle, Heinz: Zur Entwicklung des Hegelschen Denkens in Jena, in: Hegel- Studien, Beiheft 4, 1969.

Kimmerle, Heinz: Das Problem der Abgeschlossenheit des Denkens. He-gels <System der Philosophie> in den Jahren 1800-1804, In: Hegel-Studien, Beiheft 8, 1970.

Kimmerle, Heinz: Hegels Naturrecht (1802-1805/06), in: Hegel-Studien, 11, 1976.

Kimmerle, Heinz: Die Chronologie der Manuskripte Hegels in den Bänden 4 bis 9, im GW 8, Anhang (diese Chronologie kann ergänzen aber keinesfalls die Chronologie im Band 4 der Hegel-Studien ersetzen).

Löwith, Karl: Hegels Aufhebung der christlichen Religion, in: Heidelberger Hegel-Tage 1962. Vorträge und Dokumente. Bonn, 1964, S. 193-236

Meist, Kurt: Hegels Systemkonzeption in der frühen Jenaer Zeit, in: Hegel-Studien, Beiheft20: <Hegel in Jena. Die Entwicklung des Systems und die Zusammenarbeit mit Schelling>, hg von D. Henrich und K. Düsing, Bonn, 1980.

Schwarz, Justus: Die Vorbereitung der Phänomenologie des Geistes in Hegels Jenenser Systementwürfen, in: Zeitschrift für deutsche Kulturphilosophie, 2, 1936.

Trede, J.H. : Hegels frühe Logik (1801-1803/04), in: Hegel-Studien, 7, 1972.

Trede, J.H.: Mythologie und Idee. Die systematische Stellung der <Volks-religion>, in: Hegels Jenaer Philosophie der Sittlichkeit, in: Hegel-Studien, Beiheft 9, 1973.

Wilden, Matthias: Hegels Religionsbegriff. Untersuchung der Schriften von 1785-1805, Dissertation, Münster, 1972.

Ziesche, Eva: Unbekannte Manuskripte aus Jenaer und Nürnberger Zeit in Berliner Hegel-Nachlaß, in: Hegel Studien, Vol. 12 (1977), S. 43-81.

Ziesche, Eva: Der handschriftliche Nachlass Georg Wilhelm Friedrich Hegels und die Hegel-Bestände der Staatsbibliothek zu Berlin Preussischer Kulturbesitz. Teil 1: Katalog; Teil 2: Die Papiere und Wasserzeichen der Hegel-Manuskripte (Analytische Untersuchungen von Eva Ziesche und Dirk Schnitger), Wiesbaden,1995.

Zimmerli, Walter:  Schelling in Jena. Zur Potenzenmethodik in Hegels <System der Sittlichkeit>, in: Schelling. Seine Bedeutung für eine Philosophie der Natur und der Geschichte, Stuttgart/Bad Canstatt, 1981.

3. VERSCHIEDENES

Beller, Bernhard: Anthropologie und Ethik bei Arnold Gehlen, Inaugural-Dissertation, München, 2010.

Blume, Jürgen: EKD-Ratsvorsitzender warnt vor Spaltung Europas, Online-Publikation, https://www.evangelisch.de/inhalte/159858/01-09-2019/ekd-ratsvorsitzender-warnt-vor-spaltung-europas, abgerufen am: 05.06.2020.

Hansen, Frank-Peter: Das älteste Systemprogramm des deutschen Idealismus, Rezeptionsgeschichte und Interpretation, Berlin, 1989.

Hegel, Georg Wilhelm Friedrich: Aufsätze aus dem Kritischen Journal der Philosophie, Glauben und Wissen oder die Reflexionsphilosophie der Subjektivität in der Vollständigkeit ihrer Formen als Kantische, Jacobische und Fichtesche Philosophie, Online-Publikation:

http://www.zeno.org/Philosophie/M/Hegel,+Georg+Wilhelm+Friedrich/Aufsä-tee+aus+dem+Kritischen+Journal+der+Philosophie/Über+die+wissenschaftli-chen+Behandlungsarten+des+Naturrechts,+seine+Stelle+in+der+praktischen+Philosophie+und+sein+Verhältnis+zu+den+positiven+Rechtswissenschaften, abgerufen am 17/06/2020.

Hegel, G.F.W.: Werke. Auf der Grundlage der Werke von 1832-1845 neu edierte Ausgabe. Redaktion Eva Moldenhauer und Karl Markus Michel, Frankfurt a. M.: Suhrkamp,1979, Band 2.

Hegel, G.F.W.: System der Sittlichkeit (Critik des Fichteschen Naturrechts), Hamburg, 2002.

Hoffmeister, Johannes: Dokumente zu Hegels Entwicklung, Stuttgart, 1936.

Kahl, Joachim: Das Elend des Christentums oder: Plädoyer für eine Hu-manität ohne Gott, Online-Publikation, http://www.dober.de/religionskritik/kahl.html, abgerufen am 25.06.2020.

Kindermann: Die Entstehung von Erasmus, Online-Publikation:

https://eu.daad.de/die-nationale-agentur/30-jahre-erasmus/die-entstehungsgeschichte-von-erasmus/de/51628-die-entstehungsgeschichte-von-erasmus/ abgerufen am 22.06.2020.

N.N.: Chronik der Reformation, Online-Publikation: https://www.ard.de/home/wissen/Chronik_der_Reformation/3876930/index.html, abgerufen am 14.06.2020.

N.N.: Pantheismus - die Schöpfung ist ein Teil von Gott, Online-Publikation:

https://www.religionen-entdecken.de/lexikon/p/pantheismus, abgerufen am 22.06.2020

Meulemann, Heiner: Wertwandel in der Bundesrepublik Deutschland, Online-Publikation:

https://tu-dresden.de/gsw/slk/zmoe/ressourcen/dateien/dateien/Kolloquien/down/

Meulemann.pdf?lang=de, abgerufen am 05.06.2020.

Möller, Peter: Hegel, Online-Publikation: http://www.philolex.de/hegel.htm, abgerufen am: 25.06.2020.

Museum Protestantismus: Die religiöse Krise im 16. Jahrhundert: Die Ent-stehung des Protestantismus, Online-Publikation:

https://www.museeprotestant.org/de/parcours/la-crise-religieuse-au-xvie-siecle-naissance-du-protestantisme/, abgerufen am: 22.06.2020.

Schuhmacher, Joseph: Vorlesung – Der Atheismus als intellektuelles und pastorales Problem, Online-Publikation: http://www.theologie-heute.de/Atheismus-Vorlesung1.pdf, abgerufen am: 25.06.2020.

Tillich, Paul: Der Protestantismus als Kritik und Gestaltung, Schriften zur Theologie 1, Gesammelte Werke, Bd VII, Hg. von Renate Albrecht, Stuttgart, 1962.

 

FUßNOTEN

[2] Rosenkranz, Karl: Georg Wilhelm Friedrich Hegels Leben, Berlin, 1844.

[3] Hoffmeister, Johannes: Dokumente zu Hegels Entwicklung, Stuttgart, 1936.

[4] „Im thüringischen Jena legt Hegel den Grundstein für seinen Philosophiedom, das Fundament für seinen absoluten Idealismus der Freiheit. In dieser spannendsten und intellektuell entscheidenden Phase seines Denkweges entsteht der eine und einzigartige Grundgedanke mit bahnbrechender und nachhaltiger Wirkung – in Jena wird Hegel zu Hegel.“ (Vieweg, Klaus: Hegel: Der Philosoph der Freiheit, München, 1953, S. 194).

[5] In: GW 4, Jenaer kritische Schriften, herausgegeben von Hartmut Buchner und Otto Pöggeler, Hamburg, 1968.

[6] Kimmerle, Heinz: Hegels Naturrecht (1802-1805/06), in: Hegel-Studien, 11, 1976, S. 219.

[7] Hoffmann, Kai-Uwe: Bildung, Logik und Wissenschaft in Hegels theoretischer und praktischer Philosophie (1801-1805), in: Die Bildung der Moderne, herausgegeben von Michael Dreyer, Michael Forster, Kai-Uwe Hoffmann und Klaus Vieweg, Tübingen, 2013, S. 110.

[8] Kimmerle, ebd., S. 220.

[9] Hoffmann, Kai-Uwe, ebd., S. 111.

[11] Ebd., S. 417.

[12] Ebd., S. 417.

[13] Ebd., S. 417.

[14] Ebd., S. 417.

[15] Ebd., S. 418.

[16] Ebd., S. 419.

[17] Ebd., S. 417.

[18] Ebd., S., 417.

[20] Ebd., S., 419.

[21] Ebd., S., 419.

[22] Ebd., S., 420.

[23] Ebd., S. 421.

[25] Ebd., S. 424.

[26] Ebd., S. 425.

[27] Ebd., S. 426.

[28] Ebd., S. 427-429.

[29] Ebd., S. 427-429.

[30] Ebd., S. 427-429.

[31] Ebd., S. 427-429.

[32] Ebd., S. 430.

[34] Ebd., S. 432.

[35] Ebd., S. 432.

[36] Ebd., S. 433.

[37] Ebd., S. 434.

[38] Ebd., S. 435.

[40] Ebd., S. 477.

[42] Ebd., S. 477-478.

[43] Ebd., S. 479.

[44] Ebd., S. 479.

[46] Ebd., S. 481.

[47] Ebd., S. 481.

[49] Ebd., S. 483.

[50] Ebd., S. 484.

[52] Ebd. S., 323-324.

[53] Ebd. S., 323-324.

[54] Ebd. S., 324-325.

[55] Ebd. S., 324-325.

[56] Ebd. S., 324-325.

[57] Ebd. S., 325-326.

[58] Ebd. S., 326-327.

[59] Ebd. S., 326-327.

[60] Ebd. S., 327-328.

[62] Ebd., S. 327-329.

[63] Ebd., S. 328-330.

[65] Ebd., S. 330-331.

[66] Ebd., S. 331-334.

[67] Ebd., S. 332-333.

[68] Ebd., S. 333-334.

[69] Ebd., S. 334-335.

[70] Ebd., S. 336.

[71] Ebd., S. 337-338.

[72] Ebd., S.338.

[73] Ebd., S. 339.

[74] Ebd., S.339.

[75] Ebd., S. 340.

[76] Ebd., S. 340-341.

[77] Ebd., S. 340-342.

[78] Ebd., S. 343-344.

[79] Ebd., S.344-345.

[80] Ebd., S. 345-346.

[81] Ebd., S. 346-347.

[82] Ebd., S. 348.

[83] Ebd., S. 350.

[84] Ebd., S. 349-351.

[85] Ebd., S. 350-351.

[86] Ebd., S. 356-357.

[87] Ebd., S. 357-359.

[89] Ebd., S. 360-361.

[90] Ziesche, Eva:  Unbekannte Manuskripte aus der Jenaer und Nürnberger Zeit im Berliner Hegel-Nachlaß, in: Zeitschrift für philosophische Forschung, Band 29, H. 3 (Jul. - Sep., 1975), S. 431.

[91] Ebd., S. 431.

[92] Jaeschke, Walter: Hegel Handbuch, Stuttgart, 2016, 3. Auflage, S. 145.

[95] Ebd., S. 435.

[97] Jaeschke, ebd., S. 145.

[100] Kimmerle, Heinz: Dokumente zu Hegels Jenaer Dozententätigkeit, 1801-1807, in: Hegel-Studien, Band 4, S. 22.

[101] Jaeschke, ebd., S. 145.

[102] Jaeschke, ebd., S. 146.

[103] Haym, ebd., S. 161.

[104] Puntel, L. Bruno über Kimmerle, Heinz: Das Problem der Abgeschlossenheit des Denkens. Hegels „System der Philosophie“ in den Jahren 1800-1804, in: Hegel-Studien, Beiheft 8, 1970, S. 193.

[105] Meulemann, Heiner: Wertwandel in der Bundesrepublik Deutschland, Online-Publikation:https://tu-dresden.de/gsw/slk/zmoe/ressourcen/dateien/dateien/Kolloquien/down/Meulemann.pdf?lang=de, abgerufen am: 05.06.2020,

[106] Museum Protestantismus: Die religiöse Krise im 16. Jahrhundert: Die Entstehung des Protestantismus, Online-Publikation, https://www.museeprotestant.org/de/parcours/la-crise-religieuse-au-xvie-siecle-naissance-du-protestantisme/, abgerufen am: 22.06.2020.

[108] N.N.: Pantheismus. die Schöpfung ist ein Teil von Gott, Online-Publikation, https://www.religionen-entdecken.de/lexikon/p/pantheismus, abgerufen am: 22.06.2020.

[110] GW 5, S. 461 (Ros., S. 135).

[112] GW 5, S. 461-462 (Ros., S.136).

[113] GW 5, S. 462 (Ros., S.136-137).

[114]GW 5, S. 462-463 (Ros., S.137-138).

[115]GW 5, S. 461-462. (Ros., S.136).

[116] GW 5, S. 463-465. (Ros., S.139-140).

[118] GW 5, S. 463-464 (Ros., S.139).

[119] GW 5, S. 463-464 (Ros., S.139).

[121] GW 5, S. 462. (Ros., S. 137).

[123] GW 5, S. 465 (Ros., S.140).

[124] Ebd.

[125] Ebd.

[126] Ebd.

[127] Tillich, Paul: Der Protestantismus als Kritik und Gestaltung, Schriften zur Theologie 1, Gesammelte Werke, Bd VII, Hg. von Renate Albrecht, Stuttgart, 1962, S. 247.

[128] Fortsetzung des Systems der Sittlichkeit, in: Hoffmeister, Johannes (Hrsg.), Dokumente zu Hegels Entwicklung, Stuttgart, 1936, S. 320-321.

[129] GW 5, S. 465 (Ros., S.140).

[130] GW 5, S. 465.(Ros., S.141).

[131] GW 5, S. 465 (Ros., S.141).

[132] Hoffmeister, ebd. S. 325.

[133] GW 5, S. 465 (Ros., S.141).

[134] Trede, Johann Heinrich: Mythologie und Idee, Die systematische Stellung der „Volksreligion“ in Hegels Jenaer Philosophie der Sittlichkeit, in: Das älteste Systemprogramm: Studien zur Frühgeschichte des deutschen Idealismus (in: Hegel-Studien, hg. von Rüdiger Bubner, Bonn 1973, Beiheft 9, S. 168).

[135] Ebd, S.168-169.

[136] Kahl, Joachim: Das Elend des Christentums oder: Plädoyer für eine Humanität ohne Gott, Online-Publikation, http://www.dober.de/religionskritik/kahl.html, abgerufen am 25.06.2020.

[137] Schuhmacher, Joseph: Vorlesung – Der Atheismus als intellektuelles und pastorales Problem, Online-Publikation, http://www.theologie-heute.de/Atheismus-Vorlesung1.pdf, abgerufen am 25.06.2020.

[138] Beller, Bernhard: Anthropologie und Ethik bei Arnold Gehlen, Inaugural-Dissertation, München, 2010, S. 8.

[139] Haym, Rudolf: Hegel und seine Zeit: Vorlesungen über Entstehung und Entwickelung, Wesen und Werth der Hegel’schen Philosophie, 1857, S. 159.

[140] Vieweg, Klaus: Hegel: Der Philosoph der Freiheit, München, 1953, S. 209.

[141] Möller, Peter: Vernunft, Online-Publikation, http://www.philolex.de/vernunft.htm, abgerufen am: 27.06.2020.

[142] Ebd. Möller.

[143] Ebd. Möller.

 
Info
Print
63 hits